8. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

8. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Heute hinter dem 8. Türchen brüllt der Löwe!

Die Soundeffekte der Safari-Edition kündigen die Graphic Novel von Hervé Bourhis & Brüno „Black & Proud – vom Blues zum Rap“ an (avant Verlag). Dazu haben wir heute Chinas älteste Grundschulfibel „Der 1000 Zeichen Klassiker“ – erstmals vollständig auf deutsch in der Übersetzung und Kommentierung von Eva Lüdi Kong (Reclam). Passend dazu kommt „Die kleine Serifee – Entdeckungen in der Welt der Buchstaben“ von René Siegfried daher (ab 8)(Hermann Schmidt Verlag).

7. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

7. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Hohoho – und schon das 7. Türchen!

Die handgefertigten Lesezeichen aus Nepal kann man wunderbar in die folgenden Bücher stecken: Cath Crowley erzählt in „Das tiefe Blau der Worte“ von Rachel und ihrer Liebe zu Büchern und Henry (ab 14, Carlsen). Das Adressbuch der Hannah Höch, mehr als 400 Seiten zerfleddertes vergilbtes Papier, teils gebunden, teils lose eingelegt zwischen zwei schmucklosen Pappdeckeln – „Mir die Welt geweitet“ (:Transit). Und der verehrte Arthur Miller mit seinem 1945 veröffentlichten einzigen Roman „Fokus“ – ein unter die Haut gehendes Porträt des Rassismus in Brooklyn während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges (Edition Büchergilde). Zu entdecken!

Nikolaus-Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

6. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Starke Frauen braucht das Land, sagt sich der Nikolaus und nennt Ise Frank Frau Bauhaus – Jana Revedin mit „Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus“ (Dumont). Hinter dem 6. Türchen schreibt Jakob Hein über „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“ – die wahre Geschichte des Edgar Stern, der während des Ersten Weltkriegs für Wilhelm II den Dschihad ausrufen sollte. Marco Viale bringt mit „Vorsicht roter Wolf!“ mit Anderssein Farbe in die Welt. Dazu passt perfekt „Mach das alles“ mit 50 Losen.

5. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

5. Dezember 2018Lese-Empfehlung

… diesmal ohne Pudel, dafür aber mit „Wer die Nachtigall stört…“, der zeitlose Klassiker über Rassismus und Heldenmut von Harper Lee, jetzt auch als Graphic Novel. Nigel Slater schreibt „Das Wintertagebuch“ mit Rezepten, Notizen und Geschichten für die kalte Jahreszeit. Dazu „When I am King“ von Demian Vogler, sein erster Webcomic-Erfolg nun überarbeitet in Buchform als Graphic Novel – auf jeden Fall zu entdecken! Über das Ganze wacht das kleine Vorlesekissen mit Frosch von Schwesterkind. QUAK

4. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

4. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Ein wunderschön aufgemachtes Lexikon für Kinder ab 8 „Von Anton bis Zylinder“ (Beltz), Charles Dantzig stellt uns die Frage „Wozu lesen?“ (was sagen Sie dazu?) (L.S.D. bei Steidl) und ein großartig illustrierter Klassiker von H.G. Wells „Die Insel des Dr. Moreau“ mit Holzschnitten von Nicole Riegert (Kunstanstifter). Dazu gibt es die praktischen „Book Darts“, die kleinen kupferfarbenen Einstecker, mit denen der geneigte Leser schöne und/oder wichtige Sätze markieren kann.

3. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

3. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Bettany Hughes entführt und mit „Istanbul“ nach Byzanz, Konstantinopel hinein ins heutige Istanbul (Klett Cotta). Melba Escobar de Nogales aus Kolumbien erzählt die Geschichte von Pedro, dessen Urlaubsreise einen unerwarteten Verlauf nimmt (Baobab Books). Jules Barbey d’Aurevilly lässt in „Die Gebannte“, einem seiner wichtigsten Romane, die Adlige Jeanne ein tragisches Leben mit unerfüllbarem Begehren und der Kraft des Glaubens und des Aberglaubens ertragen (Matthes & Seitz).

2. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

2. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Der vierte Titel vom Erfolgsduo Matteo Civaschi und Matteo Pavesi – diesmal „Großes Kino in 5 Sekunden“ – 70 Filmklassiker von Metropolis bis La La Land (Fischer). Annemarie Schwarzenbach mit „Jenseits von New York“ schreibt wie immer mitreißend mit ausgewählten Reportagen, Feuilletons, Briefen und Fotografien über die USA von 1936 bis 1938 (Lenos). Fiona Robinson erzählt von „Ada Lovelace und der erste Computer“ – als Tochter von Lord Byron und einer Mathematikerin interessierte sich Ada sehr früh für Mathematik (Knesebeck).

1. Türchen vom Lesesaal-Adventskalender

1. Dezember 2018Lese-Empfehlung

Mit Lotta Nieminen ist das Leben bunt und ab 3 geht sie mit Euch auf eine wunderbare Weltreise (Prestel)! In „Die Deutschen und der Orient“ zeigt uns Joseph Croitoru die damaligen Zeichen der Aufklärung (Hanser). Last but not least möchten wir den Schriftsteller Friedo Lampe mit „Septembergewitter“ (Milena) vorstellen – die Stimmung an einem Septembernachmittag vor dem 1. Weltkrieg – von oben aus einem Fesselballon, wo die Luft klar ist, sieht alles ganz friedlich aus. Aber über der Stadt braut sich ein Gewitter zusammen …

TEJU COLE – Vertraute Dinge, fremde Dinge – jetzt im Taschenbuch

18. Juli 2018Lese-Empfehlung

           Brillante Essays über Literatur, Kunst und Politik von Teju Cole, einem der wichtigsten jungen Intellektuellen der USA.

Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. „Vertraute Dinge, fremde Dinge“ offenbart den Reichtum von Teju Coles Interessen, hier findet er zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens.

Jetzt als Taschenbuch bei Suhrkamp erschienen, 416 Seiten, € 12,00

9. September 2017Lese-Empfehlung

 

Vier Frauen – Indien, Indonesien, Türkei, Saudi-Arabien – alle vier schreiben unter höchstem Druck, teilweise sogar vor dem Hintergrund von Ächtung und Morddrohungen, gefolgt von Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Höchste Bewunderung! Und Demut gegenüber meinem Schicksal, in Europa, in Deutschland geboren zu sein.

Arundhati Roy, Laksmi Pamuntjak, Ece Temelkuran und Manal al-Sharif – danke an die Verlage S. Fischer, Ullstein, Hoffmann und Campe und Secession Verlag für Literatur.