Sep
18
Mi
2019
Sonja M. Schultz mit „Hundesohn“ – Kiez goes Lesesaal
Sep 18 um 19:30 – 21:00
Sonja M. Schultz mit "Hundesohn" - Kiez goes Lesesaal

Virtuos und kraftvoll erzählt Sonja M. Schultz in ihrem Debüt „Hundesohn eine Milieugeschichte von der Nachkriegszeit bis Ende der 1980er Jahre und entwirft ein Drama um vererbte Wut, Schuld und den Wunsch, die eigene Herkunft hinter sich zu lassen.

Eine Provinzkneipe irgendwo in Norddeutschland. Herbert – genannt Hawk – sitzt beim dritten Bier, als sein roter Alfa Romeo in Flammen aufgeht, das Einzige, was ihm aus seinem früheren Leben geblieben ist. Nach Jahren im Knast und einer gescheiterten Liebe zu Lu, Königin der Hafenkneipe ›Les fleurs du mal‹, hatte er dem verteufelten Hamburger Kiez den Rücken gekehrt. Endlich eine trittsichere Existenz ohne krumme Touren, endlich raus aus dem Milieu – und bloß keine Gefühle mehr. Doch irgendjemand ist ihm jetzt auf den Fersen. Nur wer? Während Hawks Suche nach seinem Verfolger immer blindwütiger wird, holen ihn die eigenen Abgründe ein.

Moderation: Stephanie Krawehl
Sep
26
Do
2019
Christian Fuchs „Das Netzwerk der Neuen Rechten – wer sielenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“
Sep 26 um 19:30 – 21:00
Christian Fuchs "Das Netzwerk der Neuen Rechten - wer sielenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern"

Christian Fuchs arbeitet für das Investigativ-Ressort der ZEIT. Zuvor hat er dem Rechercheverbund von NDR und Süddeutscher Zeitung angehört. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich intensiv mit Rechtsextremismus. Er ist Gewinner des Reporterpreises, des RIAS-Preises sowie des Leuchtturms für besondere publizistische Leistungen und zählte bereits mehrfach zu den „Journalisten des Jahres“. Bei Rowohlt erschienen von ihm gemeinsam mit John Goetz „Die Zelle“ und der Bestseller „Geheimer Krieg“.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen. Für das Buch sind sie durch Deutschland und Europa gereist und haben die wichtigsten Protagonisten der Szene getroffen. Sie waren geheimen Spendern in der Schweiz auf der Spur und mit einem AfD-Politiker in Serbien unterwegs. Sie hatten Zutritt zum Haus der Identitären Bewegung, waren auf einem Festival der Guerilla-Aktivisten und und trafen den Chef von Deutschlands erfolgreichster Hetzseite zum Gespräch in dessen Küche. Während der Recherchen wurden sie bedroht, angelogen und gerieten in den Shitstorms einer rechten Trollarmee.
Dieser Report enthüllt zum ersten Mal das ganze Ausmaß des Milieus – seine ideologischen Grundlagen, seine führenden Köpfe, seine wichtigen Zeitschriften, Verlage, Internet-Plattformen, Burschenschaften und die geheimen Finanziers. Viele Verbindungen führen zur AfD, die zum Gravitationszentrum der Strömung geworden ist. Die Autoren zeigen, wie die Neue Rechte versucht, die gesellschaftliche Mitte zu übernehmen. Ihre Erkenntnisse sind alarmierend.

Moderation: Stephanie Krawehl

Sep
27
Fr
2019
Hieronymustag – Internationaler Übersetzertag – Hinrich Schmidt-Henkel und Norwegens Klassiker
Sep 27 um 19:30 – 21:00
Hieronymustag - Internationaler Übersetzertag - Hinrich Schmidt-Henkel und Norwegens Klassiker
1959 in Berlin geboren, studierte Hinrich Schmidt-Henkel im Saarland Germanistik, Romanistik und Skandinavistik. Seit 1987 übersetzt er eine vielzahl literarischer Werke aus dem Französischen, Italienischen und Norwegischen (u.a. Louis-Ferdinand Céline, Stefano Benni, Jon Fosse). Er erhielt zahlreiche Übersetzerpreise, z.B. den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis 2015 und den Straelener Übersetzerpreis 2017 zusammen mit Frank Heibert . Von 1991 bis 1993 war er persönlicher Referent und Pressesprecher der Hamburger Kultursenatorin Christina Weiss. Er moderierte zahlreiche Veranstaltungen im Literaturhaus und hat gemeinsam mit Tamara Trautner und Frank Heibert 2001 das deutsche Autorenprogramm für den Pariser Salon du Livre (Deutschland als Gastland) organisiert.

Zum Hieronymustag, dem internationalen Übersetzertag, kommt der ausgezeichnete Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel in den Lesesaal und stellt die von ihm aus dem Norwegischen übersetzten Titel „Das Eis-Schloss“ von Tarjei Vesaas und das Gesamtwerk von Kjell Askildsen vor. Norwegen ist das diesjährige Gastland auf der Frankfurter Buchmesse und die reichhaltige Literatur dieses skandinavischen Landes ist reichlich zu entdecken!

Moderation: Stephanie Krawehl.

Sep
30
Mo
2019
Ausstellung „Die Schönsten Deutschen Bücher 2019“ – Stiftung Buchkunst
Sep 30 – Okt 19 ganztägig
Ausstellung "Die Schönsten Deutschen Bücher 2019" - Stiftung Buchkunst

Wie auch in den letzten Jahren freuen wir uns, dass wir die 25 Schönsten Deutschen Bücher austellen können. Diese Kollektion ist in Buchhandlungen, Bibliotheken und Universitäten in vielen Orten Deutschlands zu sehen, ebenso auf Messen im In- und Ausland. Die Kollektion eines Jahrgangs kann zu Ausstellungszwecken ausgeliehen werden. Vermittelt werden diese Ausstellungen vom Leipziger Büro der Stiftung Buchkunst.

Seit über 60 Jahren fördert die Stiftung Buchkunst das vorbildlich gestaltete Gebrauchsbuch und verschafft ihm durch drei bedeutende Wettbewerbe – »Die schönsten deutschen Bücher«, »Förderpreis für junge Buchgestaltung« sowie »Schönste Bücher aus aller Welt«, den internationalen Wettbewerb in Leipzig – ein viel beachtetes Forum. Die Ergebnisse dieser Wettbewerbe setzen Orientierungspunkte und verfolgen seismografisch neue Entwicklungen.

Okt
1
Di
2019
„Vorgelesen bekommen“ – 16. Runde
Okt 1 um 19:30 – 21:30
"Vorgelesen bekommen" - 16. Runde

Überraschung! Feierabend-Entspannung bei unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir Euch jeder nunmehr schon in der 16. Runde am Dienstagabend zwei literarische Neuerscheinungen aus diesem Herbst vor. Wir verraten nicht, um welche acht Titel es sich handelt. Lasst Euch überraschen – vielleicht entdeckt Ihr Euer nächstes Lieblingsbuch! Nach den ersten vier Titeln gibt es eine kleine Pause.

Okt
9
Mi
2019
Mit Leselust und neuem Blick – das Projekt „100 gute Bücher“ mit Sabine Kieselbach und David Levitz
Okt 9 um 19:30 – 21:00
Mit Leselust und neuem Blick - das Projekt "100 gute Bücher" mit Sabine Kieselbach und David Levitz

Die erste Liste deutschsprachiger Literatur in englischer Übersetzung. Ein Überblick über Romane und Erzählungen, die seit 1900 erschienen sind – und die Sie unbedingt kennen lernen sollten.

Gleich vorweg, dies ist keine Auflistung der Besten, kein Ranking. Dies ist eine Präsentation guter Bücher, geschrieben von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die Sie vielleicht schon kennen. Oder auf jeden Fall kennen lernen sollten. Bekanntes und Neues, Wiederentdeckungen, „schwere“ und „leichte“ Literatur. Romane und Erzählungen, die Sie einen neuen Blick auf Deutschland (und Österreich und die Schweiz und überhaupt Europa) werfen lassen.

Streiten Sie mit uns!

Die unselige Grenze zwischen E (ernsthaft) und U (unterhaltend), einst so typisch für die deutschsprachige Kultur, ist durchlässiger geworden. Spürbar ist sie immer noch. Wir haben uns von diesem Grenzstreit ferngehalten. Wir haben Bücher dabei, die einfach nur spannend sind und sich zur Ferienlektüre perfekt eignen („Der Schwarm“ von Frank Schätzing). Wir haben Bücher ausgewählt, die vor allem gute Laune machen („Tschick“ von Wolfgang Herrndorf) und Bücher, die Sie eintauchen lassen in eine andere Welt (Joseph Roth und Robert Seethaler). Sie finden tragikomische Bücher (Jurek Becker) auf unserer Liste, experimentelle (Ilse Aichinger), düstere (Erich Maria Remarque) und fantasiestrotzende (Cornelia Funke). Unsere Auswahl soll Ihnen Lust aufs Lesen machen, sie wird Klischees bedienen und sie auch widerlegen. Vielleicht vermissen Sie Ihren Lieblingsschriftsteller? Macht nichts. Sie werden garantiert etwas Neues entdecken. Aber Sie dürfen natürlich auch mit uns streiten. Wir wollen die Debatte!

Sabine Kieselbach ist Literaturwissenschaftlerin und hat schon während des Studiums für Zeitungen und Radiostationen über Bücher und Kultur berichtet. Seit 1994 ist sie Redakteurin der Deutschen Welle, seit 2016 deren Literaturkorrespondentin. Gemeinsam mit David Levitz präsentiert sie die Liste der „100 guten Bücher“ in kurzen Webvideos, die Sie auf allen sozialen Plattformen der DW empfangen können.
David Levitz hat auf Einladung des Goethe-Instituts San Francisco das DW-Projekt „100 gute Bücher“ beim Bay Area Buchfestival vorgestellt. Welches Verhältnis hat er als amerikanischer Jude z.B. zur deutschen Literatur zur NS-Zeit?

Okt
24
Do
2019
SWR Bestenliste – Michael Braun, Lothar Müller und Daniela Strigl diskutieren
Okt 24 um 20:00 – 21:30
SWR Bestenliste - Michael Braun, Lothar Müller und Daniela Strigl diskutieren

In Deutschland erscheinen ungefähr 90.000 Buchtitel pro Jahr, das sind rund 250 Titel am Tag. Eine Jury aus derzeit 26 renommierten Literaturkritikern wählt jeden Monat zehn Bücher, denen sie möglichst viele Leserinnen und Leser wünscht, auf die SWR Bestenliste. Während die üblichen Bestsellerlisten auf das Bekannte und Eta­blierte vertrauen, ist die SWR Bestenliste auf der Suche nach Neuentdeckungen, nach unbekannten Autoren, für die nicht gleich der große Werbeetat eines Verlags zur Verfügung steht, die aber Aufmerksamkeit verdienen: Das garantiert monatlich immer wieder Neues, Überraschendes und Unterhaltendes.

Mitte Oktober steht fest, welche Bücher es auf die dann aktuelle Liste schaffen. Es diskutieren, stellvertretend für die gesamte Jury, Daniela Strigl, Lothar Müller, Michael Braun unter der Moderation von Gerwig Epkes. Im Lesesaal erleben Sie die Radioaufzeichnung live mit.

Nov
1
Fr
2019
Der norwegische Autor Simon Stranger mit seinem Roman „Vergesst unsere Namen nicht“
Nov 1 um 19:30 – 21:00
Der norwegische Autor Simon Stranger mit seinem Roman "Vergesst unsere Namen nicht"
Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Hauptquartier des berüchtigen und gehassten norwegischen Nazis, Henry Rinnan, zum Zuhause einer jüdischen Familie, in die der Autor Simon Stranger später eingeheiratet hat.
Eine wahre Familiengeschichte, die zeigt, wie nah Dunkelheit und Hoffnung beieinanderliegen können. In der jüdischen Tradition heißt es, dass ein Mensch zwei Mal stirbt. Das erste Mal, wenn das Herz aufhört zu schlagen und die Synapsen im Gehirn erlöschen wie das Licht in einer Stadt, in der der Strom ausfällt. Das zweite Mal, wenn der Name des Toten zum letzten Mal gesagt, gelesen oder gedacht wird, fünfzig oder hundert oder vierhundert Jahre später. Erst dann ist der Betroffene wirklich verschwunden, aus dem irdischen Leben gestrichen. Ein auf wahren Begebenheiten basierender Roman, der achtzig Jahre Geschichte und vier Generationen umfasst. Eine Erzählung über den Holocaust, über Familiengeheimnisse und über die Geschichten, die wir an unsere Kinder weitergeben.
Simon Stranger wurde bereits mit dem norwegischen Buchhändlerpreis und dem Riksmål Preis ausgezeichnet.

 

 

Nov
5
Di
2019
Vorgelesen bekommen – 16. Runde
Nov 5 um 19:30 – 21:30
Vorgelesen bekommen - 16. Runde

Überraschung! Feierabend-Entspannung bei unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir Euch jeder am Dienstagabend zwei literarische Neuerscheinungen aus diesem Herbst vor. Wir verraten nicht, um welche acht Titel es sich handelt. Lasst Euch überraschen – vielleicht entdeckt Ihr Euer nächstes Lieblingsbuch! Nach den ersten vier Titeln gibt es eine kleine Pause.

JUCHU – an diesem Abend stellen wir unseren 500. Titel vor – darauf werden wir anstoßen! Freut Euch mit uns!

Nov
7
Do
2019
Woche der unabhängigen Buchhandlungen – Julya Rabinowich mit „Hinter Glas“
Nov 7 um 19:30 – 21:00
Woche der unabhängigen Buchhandlungen - Julya Rabinowich mit "Hinter Glas"

Der neue Roman der Bestsellerautorin Julya Rabinowich „Hinter Glas“ – eindringlich und mit poetischer Kraft schildert sie die Geschichte einer Emanzipation. Wie ein Spiegel ist Alice bisheriges Leben in tausend Scherben zerbrochen. Sie hat die Enge und Stille, die Tyrannei des Großvaters nicht mehr ausgehalten. Und flieht zu Niko, ihrer großen Liebe. Von ihm erhofft sie sich Geborgenheit und Halt. Mit ihm verbringt sie einen Sommer voller Freiheit. Doch dann verändert sich alles: Niko ist zunehmend unbeherrscht. Im Moment der größten Verzweiflung gelingt es Alice, sich aus dem Strudel zu befreien. Julya Rabinowich schreibt mit einer erzählerischen Intensität, wie man sie im Jugendbuch lange gesucht hat. Eindringlich und mit poetischer Kraft schildert sie die Facetten der Gewalt und die Geschichte einer Emanzipation.

Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist als Schriftstellerin, Kolumnistin und Malerin tätig sowie als Dolmetscherin. Mit „Dazwischen: Ich“ veröffentlichte sie bei Hanser 2016 ihr erstes Jugendbuch. Es wurde u. a. mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Luchs (Die Zeit & Radio Bremen) ausgezeichnet sowie unter die Besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk) gewählt.

Moderation: Stephanie Krawehl