Noel Mauberret – DIE VIELEN LEBEN DES JACK LONDON

17. Dezember 2016Lese-Empfehlung

»Man muss dem Abenteuer dienen mit voller Seele .« – Jack London // Als Jack London 1916 mit nur 40 Jahren starb, hinterließ er ein Werk, das Leser bis heute fasziniert. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, musste er früh seinen Lebensunterhalt verdienen, unter anderem fuhr er zur See und suchte nach Gold. Als 1904 und 1905 die Bestseller Ruf der Wildnis und Der Seewolf erschienen, hatte der schon als Kind begeisterte Leser endlich Erfolg als Schriftsteller. Die Abenteuer seines Lebens fanden direkten Eingang in seine Romane, die vielfach verfilmt wurden. Diese illustrierte Biografie zeigt in teils unveröffentlichten Bildern und vielen autobiografischen Texten und Tagebuchaufzeichnungen, wie bei Jack London Leben und Werk eins werden.
übersetzt von Annegret Hunke-Wormser, erschienen im Knesebeck Verlag

Amy Novesky – LIED FÜR LOUISE

16. Dezember 2016Lese-Empfehlung

NoveskyLied für Louise erzählt das bunte Leben der Künstlerin Louise Bourgeois. Die poetischen Sätze von Amy Novesky und die kraftvollen Illustrationen von Isabelle Arsenault geben uns einen magischen Einblick in die Welt der Künstlerin. Wir erfahren von der besondere Verbindung zwischen Louise und ihrer Mutter, Louises Weg zur Künstlerin und natürlich von den riesigen Spinnen aus Bronze, Stahl und Marmor. Sie nannte sie liebevoll Maman.
erschienen bei E.A. Seemann Bilderbande

Thibaud Villanova und Maxime Léonard – FOOD FICTION

15. Dezember 2016Lese-Empfehlung

Thibaud Das neue Fantasy-Kochbuch lässt Nerd-Herzen höher schlagen: Ob Science-Fiction-Klassiker, Gruselschocker oder Comic-Verfilmung – jetzt gibt es die Menüs zu den absoluten Geek-Lieblingsfilmen. Kryptonit-Eier zum Frühstück oder Transsylvanisches Rind als Sonntagsbraten? Kein Problem mit den Film-Rezepten zum Eintauchen in die Leinwandwelten. Die besten Menüs für Fans von Zauberlehrlingen, Comic-Helden und Weltraumschlachten.

erschienen im Christian Verlag

mit Bildern von Mehrdad Zaeri – DAS CHINESISCHE DEKAMERON

14. Dezember 2016Lese-Empfehlung

CHINESISCHE DEKAMERONDie vorliegenden Erzählungen stammen aus der frühen Ming-Dynastie, einer Zeit, in der in Deutschland die Reformation begann. Sie handeln von dem alten Menschheitsthema Liebe, von der List liebender Paare, vom Lohn für opfervolle Treue, von der Strafe für die Herzlosen. Für unsere europäische Lesart anfangs ungewohnt, nehmen die Geschichten gefangen, weil sie uns in eine entlegene Wirklichkeit entführen und Glück, Not, Treue und Verrat im menschlichen Miteinander universell sind. Wie alle Volksbücher, so gibt auch dieses den Blick in die Herzen der Menschen frei. // Dabei beschränkt sich das „Chinesische Dekameron“ auf Andeutungen, die dem Leser viel Raum für die eigene Fantasie lassen. Mit seinem unverwechselbaren und farbkräftigen Stil hat der persisch-deutsche Künstler Mehrdad Zaeri eine Bilderwelt geschaffen, die das Buch zu einem bibliophilen Vergnügen macht.

übersetzt von Johanna Herzfeldt, erschienen in der Edition Büchergilde

Wilhelm Christoph Warning – FREMDENZIMMER

13. Dezember 2016Lese-Empfehlung

Wilhelm Christoph Warning FREMDENZIMMERBiografien des Verlustes – Wilhelm Christoph Warnung stellt 16 Syrer und ihre Lebensgeschichte vor. Sechszehn Männer aus Syrien, vertrieben vom Krieg. Sie haben nahezu alles verloren und werden vom Zufall an denselben Ort in Deutschland gebracht. Wilhelm Warning gelingt es, seine Gesprächspartner nicht in einer anonymen Flüchtlingswelle untergehen zu lassen. Er lässt stattdessen die Menschen zu Wort kommen. Sie sind Studenten, Landwirte, Ingenieure, Manager und Pferdezüchter. Unter ihnen sind Muslime, Drusen und Kurden. Sie alle hatten in Syrien muslimische, christliche und kurdische Freunde. Sie sprechen verschiedene Dialekte, haben ganz unterschiedliche Leben gelebt und Traditionen gepflegt. Bis zum Krieg. Der ließ sie alle dasselbe erfahren: Zerstörung, Verwüstung, Tod und Flucht. Enno Kapitzas Porträtfotografien unterstreichen die Botschaft des Buches: Nach Deutschland fliehen Menschen, die als eigene Personen ernst genommen werden wollen. Sie haben ein Recht darauf. // Wilhelm Christoph Warning (geb. 1948) ist Autor, Essayist und Kunst- und Architekturkritiker. Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren vor allem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

erschienen im Sieveking Verlag

Hrsg. Nikolaus Gelpke – MITTELMEER

12. Dezember 2016Lese-Empfehlung

MITTELMEERDer Berliner Fotograf Mathias Bothor suchte nach dem Wesen des Mittelmeers, und er fand es in den Gesichtern der Bewohner seiner Küsten. Vier Jahre reiste er in die Länder des Mittelmeers und schuf Porträts der Menschen und Landschaften. Ihre schlichte Schönheit hilft, das Fremde, Andere, was uns dieser Tage so aufwühlt, besser zu verstehen. // Der einleitende Essay ist aus der Feder des Weltenwanderers Joachim Sartorius, der wie nur wenige das Meer und seine Menschen zu beschreiben vermag.

erschienen im mare Verlag

Lafcadio Hearn – JAPANS GEISTER

11. Dezember 2016Lese-Empfehlung

HearnOriginalausgabe mit 17 Holzschnitten von Franziska Neubert, nummeriert und limitiert, japanisch anmutendes Büttenpapier, illustriertes Vor-und Nachsatzpapier, Fadenheftung, Lesebändchen, mit einem Nachwort von Christoph Neidhart. // Nicht einfach als Beobachter, sondern wie ein Mensch, der teilnimmt am Alltagsdasein der einfachen Leute und der mit ihren Gedanken denkt. »Erstrebenswertes Ziel würde es sein, in der Seele des Lesers einen lebendigen Eindruck des Lebens in Japan zu schaffen.« // Lafcadio Hearn ist Nomade zwischen den Kulturen. Sein Leben liest sich selbst wie ein Buch. In Japan ist er eine Ikone. Noch in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts stieß sein breites Werk auch in Deutschland auf große Resonanz. Hugo von Hofmannsthal und Stefan Zweig schwärmten enthusiastisch. Seitdem ist er verschollen. Lafcadio Hearns einfühlsame Auseinandersetzung mit Religion und Kultur, seine Reiseschilderungen, seine Erzählungen, seine poetischen Skizzen, erschließen für uns Geheimnisse einer fremden »alten« und verschwundenen Kultur. Er stirbt am 26. September 1904 – seine Asche ist auf einem buddhistischen Friedhof hinter seinem ehemaligen Wohnhaus bestattet.

übersetzt von Berta Franzos, erschienen in Die Andere Bibliothek, Band 372

David Rees – DIE KUNST, EINEN BLEISTIFT ZU SPITZEN

10. Dezember 2016Lese-Empfehlung

David ReesEines der schönsten, lustigsten und skurilsten Bücher. Rees lässt sich punktklein und millimeterbreit über das kunstvolle Bleistiftspitzen mit Taschenmesser, Einklingen- und Kurbelspitzern aus. Ein Handbuch, das puren Nonsens und philosophische Fragestellungen zu einem unvergleichlichen Lesegenuss verwebt.

erschienen bei Metrolit

wunderschönes Japan-Papier – CHIYOGAMI

9. Dezember 2016Lese-Empfehlung

CHIYOGAMIDieses edle Buntpapier aus Japan wird in einem aufwändigen Siebdruckverfahren bedruckt – der Lesesaal hat fünf der schönsten Muster für Sie ausgewählt.

Ein Bogen in dem Maßen 63 x 97 cm kostet € 19,50.

Scholem Alejchem – TEWJE, DER MILCHMANN – NEUÜBERSETZUNG

8. Dezember 2016Lese-Empfehlung

Scholem AlejchemEiner der berührendsten Romane der modernen Weltliteratur: eine Entdeckung! Arm an Geld, reich an Kindern, träumt der Milchmann Tewje von einem Leben ohne Not und Leid. Doch nach einem unverhofften Geldsegen wendet sich das Blatt, und unser Held muss mitansehen, wie man ihm seine Familie und seine Heimat nimmt. So bleibt er ganz allein in der Welt zurück, mit nichts als seinem Gottvertrauen und seinem unerschütterlichen jüdischen Humor. Allen Schikanen des Daseins setzt er ein humanes, verschmitztes Trotzdem entgegen, das Trotzdem des wahren Humoristen, der noch unter Tränen lacht und scherzt. // Mit seinem Hauptwerk hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Humoristen der Weltliteratur begründet und dem untergegangenen Milieu des Schtetls ein Denkmal gesetzt. Keine nostalgische Verklärung, keine geschönte Idylle, sondern ein berührend tragikomischer Blick auf die Katastrophen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts drohend am Horizont aufziehen: Pogrome, Vertreibungen, Revolutionen. Dies macht den jiddischen Schicksalsroman zu einem der wichtigsten Bücher der Weltliteratur.

neu übersetzt von Armin Eidherr, erschienen bei Manesse