• „Saras Stunde“ – der neue Roman von Najem Wali – am 29. November im Lesesaal

    Von Macht, Scheinheiligkeit und Rebellion in einer hemmungslos korrupten Gesellschaft.

    Sara, Anfang zwanzig, steht am Krankenbett ihres Onkels. Scheich Yussuf al-Ahmad ist der Chef der „Behörde für die Verbreitung der Tugendhaftigkeit und der Verhinderung von Lastern“, ein Salafist, der zum Heiligen Krieg aufruft und junge Bräute an Dschihadisten vermittelt. Er hat Saras Leben zerstört – nun ist sie aus der Verbannung in London zurück und sinnt auf Rache. Najem Wali, Autor einer „Prosa von Weltrang“ (taz), erzählt von einer Gesellschaft von Superreichen, die absurder und verdorbener nicht sein könnte. Es ist die Geschichte einer mutigen Frau in Saudi Arabien, die aufbegehrt gegen Scheinheiligkeit und Gewalt und um ihre Freiheit kämpft.

    Moderation: Stephanie Krawehl, 20 Uhr, Eintritt: € 14,00

  • Newsletter OKTOBER

    Was war das für ein wunderbarer September! Und jetzt sind wir schon im Oktober, dem so güldenen, im 6. Monat an der Stadthausbrücke und erfreuen uns gesteigerten Zuspruchs. Die Regale sind voll mit Großartigem – die Herbstnovitäten trudeln auch langsam ein.

    Acht Neuerscheinungen können Sie am Donnerstag, den 11. Oktober um 20 Uhr, kennenlernen, wenn wir Ihnen wieder zu viert anlässlich unserer zweiten Veranstaltung „Vorgelesen bekommen“ acht Bücher der etwas anderen Art vorstellen – Spannendes, Skuriles, Unterhaltsames und Nachdenkliches. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Der Eintritt kostet € 10,00.

    Seit Montag, dem 1. Oktober bis zum 20. Oktober, können Sie im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung anschauen: die 25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER der Stiftung Buchkunst, die als Wanderausstellung im Dreiwochentakt durch die Republik reist. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Es gibt einen sehr ausführlichen Katalog für € 20,00. Eintritt frei.

    Donnerstag, 25. Oktober um 20 Uhr – Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel präsentieren die „Stilübungen“ von Raymond Queneau

    Die „Stilübungen“ (Erstveröffentlichung 1947) von Raymond Queneau sind weltberühmt. Der Autor von „Zazie dans le métro“ beschreibt in diesem Buch einen jungen Mann mit Hut in einem Pariser Bus der Linie S, der einen älteren Herrn mit Hut beschimpft, sich dann auf einen freien Platz setzt und zwei Stunden später an der Gare Saint-Lazare wieder auftaucht, wo einer ihm sagt, sein Überzieher habe einen Knopf zu wenig. Die Stilübungen bilden das Kunststück, diese Alltagsepisode in über hundert Varianten zu präsentieren – ob als Komödie, Sonett, Haiku, Traum, Amtsschreiben oder Verhör, in Alexandrinern oder Jugendstil, ob kulinarisch, mengenmathematisch, lautmalerisch, weiblich oder reaktionär. Raymond Queneaus populärer Klassiker ist ein fintenreiches erkenntnistheoretisches Sprachspiel und ein überbordendes Lesevergnügen. Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel haben für diese ihre Übersetzung den Straelener Übersetzerpreis 2017 der Kunststiftung NRW bekommen. Eintritt € 14,00 – melden Sie sich gerne an.

    Schöne Aussichten für den November: 1. November: James Baldwin-Abend mit Miriam Mandelkow, 8. November: Hugo Boris mit „Die Polizisten“, 15. November: „Vorgelesen bekommen“, 16. November: Volker Hage mit „Des Lebens fünfter Akt“ und am 29. November: Najem Wali mit „Saras Stunde“.

  • Newsletter August 2018

    Liebe Interessierte,

    wir behalten auch bei dieser Wärme einen kühlen Kopf – kommen Sie zu uns in den Lesesaal und überzeugen Sie sich selbst! Bei angenehmer Temperatur lässt es sich genüsslich stöbern.

    In knapp einem Monat findet die 5. Lange Nacht der Literatur statt – wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, wird an diesem Abend im Lesesaal zeitgenössische georgische Literatur vorgestellt – Herausgeberin Rachel Gratzfeld liest aus ihrer Anthologie „Bittere Bonbons“, erschienen bei der Edition Fünf. Am 1. September um 20 Uhr können Sie sich bequem zurücklehnen und den interessanten einfühlsamen Geschichten lauschen. Tickets im Lesesaal – um Anmeldung wird gebeten. Eintritt € 10,00.

    Eine Woche später, am 8. September um 20 Uhr, kommt der französische Journalist und Autor Olivier Guez in den Lesesaal. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns seinen neuen Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“, erschienen bei Aufbau, vorstellen wird – ein Tatsachenroman der besonderen Art. Alt-Nazis, Agenten des Mossads, habgierige Frauen und divenhafte Dikatoren kommen und gehen in einer vom Fanatismus, Realpolitik, Geld und Ambitionen korrumpierten Welt. Melden Sie sich gerne an – die Veranstaltung ist frz./dt. Eintritt € 14,00.

    Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen! Am 13. September starten wir mit unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen. Eintritt € 10,00 – um Anmeldung wird gebeten.

    Am 17. und 19. September haben wir das Harbourfront Literaturfestival zu Gast: am 17.9. kommen Guntram Vesper und Michael Krüger – wenn die beiden großen Poeten und Peter-Huchel-Preisträger miteinander Gedichte lesen, werden sie sich zweifellos auch an das ein oder andere Vergangene erinnern. Am 19.9. kommen Jörg Schröder und Barbara Kalender mit „Siegfried“ – DAS Skandalbuch über den deutschen Literaturbetrieb. Tickets bekommen Sie über das Harbourfront Literaturfestival.

    Wir freuen uns sehr, dass wir am Donnerstag, den 27. September, Deborah Feldman im Lesesaal begrüßen können. An diesem Abend stellt die Autorin ihr zweites Buch „Überbitten“ vor. Nach „Unorthodox“ beschreibt Deborah Feldman in „Überbitten“ (in einer gelungenen Übersetzung von Christian Ruzicska) die Jahre nach ihrem Ausstieg aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde und wie sie in ihrer neuen Heimat Berlin ankommt. Eintritt € 14,00, Tickets im Lesesaal erhältlich. KEINE ABENDKASSE!

    Weitere Lesungen in Steno: 25. Oktober – „Stilübungen“ von Raymond Queneau mit Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, 1. November – ein James Baldwin-Abend mit Übersetzerin Miriam Mandelkow,  –  8. November – „Die Polizisten“ von Hugo Boris und am 13. Dezember – ein Edward Gorey-Abend mit dem Verleger Axel von Ernst vom Liebeskind Verlag.

    Im Oktober, vom 1. bis zum 20. Oktober, werden wir hier im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung zeigen: die
    25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER von der Stiftung Buchkunst. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Falls Sie sich schon vorher informieren möchten: www.stiftung-buchkunst.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Eintritt frei.

    Sie merken, dass dieses Mal der Newsletter ein wenig aus den Nähten platzt – wir sind angesichts der wunderbaren Veranstaltungen davon überzeugt, dass Sie es uns nachsehen!

    Bleiben Sie uns wohlgesonnen,

    herzlich von der Stadthausbrücke,

    Stephanie Krawehl & Wolf Gierens

  • Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

    Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!

  • TEJU COLE – Vertraute Dinge, fremde Dinge – jetzt im Taschenbuch

               Brillante Essays über Literatur, Kunst und Politik von Teju Cole, einem der wichtigsten jungen Intellektuellen der USA.

    Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. „Vertraute Dinge, fremde Dinge“ offenbart den Reichtum von Teju Coles Interessen, hier findet er zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens.

    Jetzt als Taschenbuch bei Suhrkamp erschienen, 416 Seiten, € 12,00

  • Mfreda und Mfred – das Literatur-Duo im Lesesaal-Schaufenster

    Diese illustre Paar wird Ihnen in Zukunft regelmäßig neue Titel im Schaufenster vorstellen. Dieses Mal hat sich Mfreda für das neue Buch von David Szalay „Was ein Mann ist“, erschienen bei Hanser, entschieden. Mit einzigartiger Raffinesse und Ironie dringt Szalay, der neue Star der britischen Literatur, mit seinem Roman in die wenig erkundete Psyche des modernen Mannes und das findet Mfreda spannend.

    Mfred möchte einen seiner Lieblingsautoren bzw. -illustratoren, Edward Gorey, vorstellen. Im Diogenes Verlag ist die großartige „The Lugubrious Library“ von ihm erschienen.  Lange Zeit vergriffen, versammelt der Schuber die zehn schönsten Bildergeschichten von Edward Gorey in einer bibliophilen Geschenkbox: im akribischen Federstrich festgehaltene Geschichten, die auf verfallenden Landsitzen, in bizarren Parks und düsteren Landschaften spielen und von kauzigen Menschen und anderen bizarren Wesen bevölkert werden – auf jeden Fall zu entdecken!

  • Sitzbank in der Kinderbuchabteilung

    Jetzt hat auch die Kinderbuchabteilung eine Sitzbank – wie die Großen im Café! Der Alpaka auf dem Turnbeutel des Kleinen Gestalten Verlags wartet schon sehnsüchtig auf Euren Besuch!

  • George-Arthur Goldschmidt in der heutigen FAZ

    Heute schreibt George-Arthur Goldschmidt in der FAZ einen kurzen Artikel –

    „Es kann nicht sein – wie ich die Lage in Deutschandland sehe […] Der Nationalismus stürzt Deutschland und Europa unvermeidlich in einen Abgrund, aus dem es diesmal kein Herauskommen mehr geben würde.“

    Der Schriftsteller, Übersetzer und Linguist George-Arthur Goldschmidt wurde 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und musste Deutschland als zehnjähriger „Nichtarier“ verlassen und ist in Frankreich aufgewachsen und Franzose geworden.

  • NEWSLETTER JUNI 2018

    Liebe Interessierte,

    turbulent geht es zu im Lesesaal – kein Tag vergeht, an dem nicht etwas aufregend Neues passiert! Es freut uns sehr, dass viele Eimsbüttler den Weg an die Stadthausbrücke finden.

    Gestern morgen hat der Lesesaal auf Deutschlandfunk Kultur bei der Sendung „LesArt“ drei Titel vorgestellt – hören Sie hinein:

    http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2018/06/15/ihre_buchhaendlerin_empfiehlt_lesesaal_in_hamburg_drk_20180615_1048_fdd0ab81.mp3

    1. Hanno Millesi „Die vier Weltteile“, Edition Atelier 2018, 149 Seiten, € 18,00
    2. Aka Morchiladze „Reise nach Karabach“, Weidle Verlag 2018, 172 Seiten, € 20,00
    3. Lena Berggren/Kalle Johansson „Was ist eigentlich Faschismus?“, Jacoby & Stuart Verlag 2018,
    61 Seiten, € 12,00, ab 12

    Gerade haben wir die Poster für die 5. Lange Nacht am 1. September 2018 ausgepackt – wir freuen uns sehr, dass Rachel Gratzfeld ihre Anthologie „Bittere Bonbons“ (Edition Fünf) vorstellt – eine Sammlung wunderbarer Erzählungen junger georgischer Autorinnen – melden Sie sich gerne an – Tickets gibt es im Lesesaal, Preis € 10,00.

    Unsere bekannte Reihe „Vorgelesen bekommen“, welche wir in Eimsbüttel im September 2011 gestartet haben, führen wir auch an der Stadthausbrücke weiter. An diesen Abenden, einmal monatlich, immer donnerstags um 20 Uhr, von März bis Juni und von September bis Dezember, stellen wir zu viert jeder zwei Neuerscheinungen vor. Nach vier Büchern gibt es eine kleine Pause. Um Anmeldung wird gebeten, Kostenbeitrag € 10,00. Der erste Abend wird am 13. September stattfinden. Melden Sie sich gerne schon an – wir freuen uns sehr auf unseren ersten Abend an der Stadthausbrücke!

    Der September wird ein Lesungs-Monat im Lesesaal – u.a. haben wir neben der 5. Langen Nacht der Literatur auch zwei Veranstaltungen im Rahmen des Harbourfront Literaturfestivals und Deborah Feldman wird ihr neues Buch vorstellen.

    Nach und nach wird die Buchauswahl erweitert – schon jetzt gibt es jede Menge zu entdecken – lassen Sie sich überraschen!

    Bleiben Sie uns wohlgesonnen,

    herzlich von der Stadthausbrücke,

    Stephanie Krawehl & Wolf Gierens

  • Heute im Deutschlandfunk Kultur

    Heute hat der Lesesaal drei Buchtitel in „LesArt“ auf Deutschlandfunk Kultur empfohlen: Hört mal rein!

     

    Hanno Millesi „Die vier Weltteile“, Edition Atelier 2018, 149 Seiten, € 18,00

    Aka Morchiladze „Reise nach Karabach“, Weidle Verlag 2018, 172 Seiten, € 20,00

    Lena Berggren/Kalle Johansson „Was ist eigentlich Faschismus?“, Jacoby & Stuart Verlag 2018, 61 Seiten, € 12,00, ab 12