Aktuelles aus dem Lesesaal

  • BLOG no 16 von Roma Maria Mukherjee

    WUB, WUB – Die „Woche unabhängiger Buchhandlungen 2020“

    Großartig! Vom 31. Oktober bis zum 07. November findet die 6. „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ statt und wir freuen uns schon sehr darauf. Die Idee und die erste Durchführung dieser nun jährlich stattfindenden Woche wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Mehr zu den Hintergründen, den Organisator:innen und den Sponsor:innen könnt ihr hier nachlesen.

    Was macht denn nun die unabhängigen Buchhandlungen und insbesondere den Lesesaal aus? Mit viel Kreativität, Leidenschaft, Wissen über Buch und Literatur stellen die unabhängigen Buchhandlungen einen unverzichtbaren Teil der Vermittlung des Kulturguts Buch dar. Für den Lesesaal Hamburg und seine Inhaberin Stephanie Krawehl standen und stehen die unabhängigen Verlage immer im besonderen Fokus und die Auswahl wahrer Buchkunst nimmt einen großen Teil der Arbeit hinter den Kulissen ein. Neben der großen Auswahl an deutschsprachigen Verlagen ist uns allerdings ebenso das Angebot an englischsprachigen Titeln sehr wichtig.

    Unser wöchentlich neu gestaltetes Schaufenster beinhaltet regelmäßig alle wichtigen Bereiche aus dem Lesesaal: Neben Belletristik, Lyrik, Sachbuch, speziellen Kochbüchern und Graphic Novels finden dort auch die liebevollen gestalteten Kinderbücher unabhängiger, aber auch größerer Verlage einen Platz. Besonders aufwändig gestaltete Reihen und Editionen sind dort häufiger zu sehen, die in den großen Buchhandelsketten selten im Laden stehen. Die persönliche und individuelle Kundenbetreuung im Laden sowie auf unseren Social Media Kanälen oder per Mail spielen für uns ebenso eine besondere Rolle, wie der gute Kontakt zu Verlagen, anderen Kolleg:innen und natürlich den Autor:innen.

    Ein Buch ist für uns keine Ware, sondern ein Kulturgut, dass jeder nach der Lektüre verinnerlicht und welches einen bestenfalls für immer begleitet. Die unabhängigen Buchhandlungen zeichnet aus, dass jede ihr eigenes Konzept, ihre eigene Philosophie und ihr eigenes Herz hat. Das Viertel und der Ort, an dem sie wirken, wird durch sie belebt und inspiriert. Unabhängige Buchhandlungen sind Begegnungsstätten: von Menschen untereinander, von Ideen, von Menschen und ihren Lieblingsbüchern und manchmal auch von wunderbaren Freundschaften, die vor einem Buchregal entstehen.

    Dafür brennen wir, das leben wir und das feiern wir in der kommenden Woche mit euch allen!

    Natürlich bereiten wir den Lesesaal optisch auf die WUB vor – kommt vorbei und schaut es euch ab Ende der Woche an! Zum 6. Mal wird in diesem Jahr das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler:innen gewählt – der Gewinner steht am 7. November fest. Bis zum 30.10. können wir noch abstimmen. Auf der Shortlist stehen in diesem Jahr:

    Marco Bolzano: „Ich bleibe hier“. Aus dem Italienischen von Maja Pflug ins Deutsche übersetzt. Im Juli 2020 im Diogenes Verlag erschienen, Preis 22 Euro. Was macht Menschen aus und wofür müssen wir einstehen. Eine Geschichte über Mut, Leid und Widerstand.

    Charlotte McConaghy: „Zugvögel. Aus dem Englischen übersetzt von Tanja Handels. Das Buch ist im August 2020 bei S. Fischer erschienen und kostet 22 Euro. Eine junge Frau folgt den letzten Küstenseeschwalben in die Antarktis und erlebt, dass sie ihrer Vergangenheit auch in der Ferne nicht entfliehen kann.

    Benjamin Myers: „Offene See“. Aus dem Englischen übersetzt von K. Timmermann und U. Wasel. Der Roman ist bereits im März 2020 im Dumont Verlag erschienen und kostet 20 Euro. Robert liebt die Natur und ist voller Sehnsucht nach dem Meer. Die Zukunft als Bergarbeiter, wie in seiner Familie üblich, ist für ihn von zu viel Enge geprägt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg macht er sich deshalb auf den Weg, hin zur offenen See.

    Jasmin Schreiber: „Marianengraben“. Der Roman ist im Februar 2020 bei Eichborn erschienen und kostet 20 Euro. Ein Unfall stürzt die bescheidene Paula, die an das Leben zuvor keine zu großen Ansprüche hatte, in tiefe Depression. Dann begegnet sie dem älteren Herren Helmut und in ihr glimmt wieder Lebenswillen auf. Mit Helmut begibt Paula sich auf eine abenteuerliche Reise.

    Iris Wolff: „Die Unschärfe der Welt“. Das Buch ist 2020 bei Klett-Cotta erschienen und kostet 20 Euro. Eine Geschichte über vier Generationen einer Familie im Banat, deren Familienbande über alle Grenzen hinweg halten.

    Ihr könnt euch vorstellen, dass die Wahl des Lieblingsbuches bei dieser Auswahl nicht leichtfällt. Wir haben bei uns im Lesesaal seit vergangener Woche bereits einen Büchertisch mit den fünf Titel dekoriert und ihr seid herzlich eingeladen, die Bücher in Augenschein zu nehmen. Welches wäre denn euer Lieblingstitel? Zwei der Titel haben wir auch schon bei „Vorgelesen bekommen“ vorgestellt. Ihr findet die Folgen auf unserem Instagram-Account.

    Selbstverständlich könnt ihr diese Titel auch wie gewohnt bei uns per Telefon, per Mail, per WhatsApp oder in unserem Online-Shop bestellen.

    Wir freuen uns auf euren Besuch in der kommenden Woche, um mit euch gemeinsam die „Woche unabhängiger Buchhandlungen“ zu feiern!

    Roma Maria Mukherjee

  • Artikel über den Lesesaal aus DELUXE Magazin 07-2020

    dekorativ

  • English books – recommended by Mr. MINGO

    „Mailman“ by J. Robert Lennon published in 2003 – „A phantasmagoria of American paranoia and self-loathing in the person of a deranged but somehow good-hearted middle-aged mail carrier in steep decline, the book hums with a kind of chipper angst,“ writes Jonathan Lethem in the Los Angeles Times Book Review. „Washington Black“ by Canadian writer Esi Edugyan, published in 2018. The story follows the early life of George Washington „Wash“ Black, chronicling his escape from slavery and his subsequent adventures. For distraction – „642 tiny things to draw“. Draw teeny-tiny things in this teeny-tiny book! Have a wonderful weekend!

  • Vorgestellte Titel von „Vorgelesen bekommen“ am 7. Mai 2019

    Harold Nebenzal „Café Berlin“, übersetzt von Gertraude Krueger (engl. „Café Berlin“, 1994), Kein und Aber Verlag 2019, 414 Seiten, € 14,00, www.keinundaber.ch

    Angela Lehner „Vater unser“, Hanser Verlag 2019, 284 Seiten, € 22,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Daniel Pennac „Der Fall Malaussène – Sie haben mich belogen“, übersetzt von Eveline Passet (frz. „Le cas Malaussène – Ils m’ont menti“, 2017), KiWi Verlag 2019, 304 Seiten, € 15,00, www.kiwi-verlag.de

    Niko Stoifberg „Dort“, Nagel & Kimche Verlag 2019, 280 Seiten, € 23,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Bettina Wohlfarth „Wagfalls Erbe“, Osburg Verlag 2019, 438 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Vincent Almendros „Ins Schwarze“, übersetzt von Till Bardoux, (frz. „Faire Mouche“, 2018 – auch im Lesesaal erhältlich), Wagenbach Verlag 2019, 115 Seiten, € 16,00, www.wagenbach.de

    Martin R. Dean „Warum wir zusammen sind“, Jung und Jung Verlag 2019, 355 Seiten, € 24,00, www.jungundjung.at

    Franz Wauschkuhn „Max & Consorten“, Osburg Verlag 2019, 415 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Wir freuen uns auf den nächsten Termin am 4. Juni 2019 um 19:30 im Lesesaal. Kommt gerne (wieder) vorbei! Im Juli und August findet keine Veranstaltung statt – Ihr müsst Euch bis zum 3. September gedulden. Das lohnt sich!

  • Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

    Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!

  • Mfreda und Mfred – das Literatur-Duo im Lesesaal-Schaufenster

    Diese illustre Paar wird Ihnen in Zukunft regelmäßig neue Titel im Schaufenster vorstellen. Dieses Mal hat sich Mfreda für das neue Buch von David Szalay „Was ein Mann ist“, erschienen bei Hanser, entschieden. Mit einzigartiger Raffinesse und Ironie dringt Szalay, der neue Star der britischen Literatur, mit seinem Roman in die wenig erkundete Psyche des modernen Mannes und das findet Mfreda spannend.

    Mfred möchte einen seiner Lieblingsautoren bzw. -illustratoren, Edward Gorey, vorstellen. Im Diogenes Verlag ist die großartige „The Lugubrious Library“ von ihm erschienen.  Lange Zeit vergriffen, versammelt der Schuber die zehn schönsten Bildergeschichten von Edward Gorey in einer bibliophilen Geschenkbox: im akribischen Federstrich festgehaltene Geschichten, die auf verfallenden Landsitzen, in bizarren Parks und düsteren Landschaften spielen und von kauzigen Menschen und anderen bizarren Wesen bevölkert werden – auf jeden Fall zu entdecken!

  • Sitzbank in der Kinderbuchabteilung

    Jetzt hat auch die Kinderbuchabteilung eine Sitzbank – wie die Großen im Café! Der Alpaka auf dem Turnbeutel des Kleinen Gestalten Verlags wartet schon sehnsüchtig auf Euren Besuch!

  • George-Arthur Goldschmidt in der heutigen FAZ

    Heute schreibt George-Arthur Goldschmidt in der FAZ einen kurzen Artikel –

    „Es kann nicht sein – wie ich die Lage in Deutschandland sehe […] Der Nationalismus stürzt Deutschland und Europa unvermeidlich in einen Abgrund, aus dem es diesmal kein Herauskommen mehr geben würde.“

    Der Schriftsteller, Übersetzer und Linguist George-Arthur Goldschmidt wurde 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und musste Deutschland als zehnjähriger „Nichtarier“ verlassen und ist in Frankreich aufgewachsen und Franzose geworden.

  • Heute im Deutschlandfunk Kultur

    Heute hat der Lesesaal drei Buchtitel in „LesArt“ auf Deutschlandfunk Kultur empfohlen: Hört mal rein!

     

    Hanno Millesi „Die vier Weltteile“, Edition Atelier 2018, 149 Seiten, € 18,00

    Aka Morchiladze „Reise nach Karabach“, Weidle Verlag 2018, 172 Seiten, € 20,00

    Lena Berggren/Kalle Johansson „Was ist eigentlich Faschismus?“, Jacoby & Stuart Verlag 2018, 61 Seiten, € 12,00, ab 12

     

  • Nun ist er an der Stadthausbrücke angekommen.

    Nach den letzten Zügen der Vorbereitungen hat der Lesesaal nun an der Stadthausbrücke eröffnet. Juhuuuu! Mit dem bekannten Sortiment: Belletristik, Lyrik, Interessantem, Krimis, Graphic Novels, Kochbücher und natürlich einer großen Abteilung an schönsten Kinderbüchern, vornehmlich von unabhängigen Verlagen. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie die Vielfalt ausgewählter Literatur!

    Dazu können Sie ab sofort auch den phantastischen Café von Mr. Hoban’s und diverse Leckereien von Die Pâtisserie aus Ottensen genießen. Dazu einen der tollen Säfte von „Das Geld hängt an den Bäumen“.

    Unsere kleine Eröffnungsfeier wurde mit einer wie immer großartigen Lesung von Inga Busch begleitet, die aus dem Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler gelesen hat. Umrahmt wurde die Lesung von Stücken von Johann Sebastian Bach, gespielt vom großartigen Violonisten Nathan Kirzon.

    (Photo: Jonas Wresch)