GEORGIEN – Gastland auf der Frankfurter Buchmesse – am 1. September bei der 5. Langen Nacht der Literatur im Lesesaal

10. August 2018Veranstaltungen

RACHEL GRATZFELD stellt ihre Anthologie „BITTERE BONBONS – Georgische Geschichten“ vor, erschienen in der Edition Fünf, 256 S., € 22,00

Nach siebzig Jahren als Teil der Sowjetunion, nach Bürgerkriegsjahren, Unabhängigkeitskampf und Krieg mit Russland wächst in Georgien heute eine neue Generation heran, die auch in der Literatur neue Töne anschlägt. Dreizehn junge Autorinnen nehmen uns mit auf eine Reise durch Georgien und geben uns Einblicke in ihr Land und seine Geschichte. Dabei changieren die Erzählungen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, Wirklichkeit und Traumwelt, Stadt und Land, Gegenwart und Vergangenheit. Alle Autorinnen sind nach 1968 geboren. Sie umkreisen Aspekte des heutigen Lebens: Geschlechterbeziehungen, Sexualität, Familie, Selbstverwirklichung und Migration – und zeichnen damit ein facettenreiches Porträt ihres Landes. Rachel Gratzfeld hat hier eine vielschichtige Anthologie junger Autorinnen des diesjährigen Gastlandes in Frankfurt herausgegeben und auch das Nachwort verfasst. Moderation: Stephanie Krawehl. Beginn 20 Uhr, Eintritt € 10,00.

Newsletter August 2018

6. August 2018Allgemein

Liebe Interessierte,

wir behalten auch bei dieser Wärme einen kühlen Kopf – kommen Sie zu uns in den Lesesaal und überzeugen Sie sich selbst! Bei angenehmer Temperatur lässt es sich genüsslich stöbern.

In knapp einem Monat findet die 5. Lange Nacht der Literatur statt – wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, wird an diesem Abend im Lesesaal zeitgenössische georgische Literatur vorgestellt – Herausgeberin Rachel Gratzfeld liest aus ihrer Anthologie „Bittere Bonbons“, erschienen bei der Edition Fünf. Am 1. September um 20 Uhr können Sie sich bequem zurücklehnen und den interessanten einfühlsamen Geschichten lauschen. Tickets im Lesesaal – um Anmeldung wird gebeten. Eintritt € 10,00.

Eine Woche später, am 8. September um 20 Uhr, kommt der französische Journalist und Autor Olivier Guez in den Lesesaal. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns seinen neuen Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“, erschienen bei Aufbau, vorstellen wird – ein Tatsachenroman der besonderen Art. Alt-Nazis, Agenten des Mossads, habgierige Frauen und divenhafte Dikatoren kommen und gehen in einer vom Fanatismus, Realpolitik, Geld und Ambitionen korrumpierten Welt. Melden Sie sich gerne an – die Veranstaltung ist frz./dt. Eintritt € 14,00.

Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen! Am 13. September starten wir mit unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen. Eintritt € 10,00 – um Anmeldung wird gebeten.

Am 17. und 19. September haben wir das Harbourfront Literaturfestival zu Gast: am 17.9. kommen Guntram Vesper und Michael Krüger – wenn die beiden großen Poeten und Peter-Huchel-Preisträger miteinander Gedichte lesen, werden sie sich zweifellos auch an das ein oder andere Vergangene erinnern. Am 19.9. kommen Jörg Schröder und Barbara Kalender mit „Siegfried“ – DAS Skandalbuch über den deutschen Literaturbetrieb. Tickets bekommen Sie über das Harbourfront Literaturfestival.

Wir freuen uns sehr, dass wir am Donnerstag, den 27. September, Deborah Feldman im Lesesaal begrüßen können. An diesem Abend stellt die Autorin ihr zweites Buch „Überbitten“ vor. Nach „Unorthodox“ beschreibt Deborah Feldman in „Überbitten“ (in einer gelungenen Übersetzung von Christian Ruzicska) die Jahre nach ihrem Ausstieg aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde und wie sie in ihrer neuen Heimat Berlin ankommt. Eintritt € 14,00, Tickets im Lesesaal erhältlich. KEINE ABENDKASSE!

Weitere Lesungen in Steno: 25. Oktober – „Stilübungen“ von Raymond Queneau mit Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, 1. November – ein James Baldwin-Abend mit Übersetzerin Miriam Mandelkow,  –  8. November – „Die Polizisten“ von Hugo Boris und am 13. Dezember – ein Edward Gorey-Abend mit dem Verleger Axel von Ernst vom Liebeskind Verlag.

Im Oktober, vom 1. bis zum 20. Oktober, werden wir hier im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung zeigen: die
25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER von der Stiftung Buchkunst. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Falls Sie sich schon vorher informieren möchten: www.stiftung-buchkunst.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Eintritt frei.

Sie merken, dass dieses Mal der Newsletter ein wenig aus den Nähten platzt – wir sind angesichts der wunderbaren Veranstaltungen davon überzeugt, dass Sie es uns nachsehen!

Bleiben Sie uns wohlgesonnen,

herzlich von der Stadthausbrücke,

Stephanie Krawehl & Wolf Gierens

Neue Termine unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“

1. August 2018Vorgelesen Bekommen

Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen!

“Vorgelesen bekommen” geht am 13. September in den neuen Räumen an der Stadthausbrücke in eine neue Runde, die 14. inzwischen. Wir haben schon sage und schreibe 416 Titel vorgestellt. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen.

Die Termine lauten: 13.09., 11.10., 15.11. und 06.12. Um Anmeldung wird gebeten – Eintritt € 10,00

Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

1. August 2018Allgemein

Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!

TEJU COLE – Vertraute Dinge, fremde Dinge – jetzt im Taschenbuch

18. Juli 2018Lese-Empfehlung

           Brillante Essays über Literatur, Kunst und Politik von Teju Cole, einem der wichtigsten jungen Intellektuellen der USA.

Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. „Vertraute Dinge, fremde Dinge“ offenbart den Reichtum von Teju Coles Interessen, hier findet er zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens.

Jetzt als Taschenbuch bei Suhrkamp erschienen, 416 Seiten, € 12,00

Auf den Spuren des Bösen – der Sensationsbestseller aus Frankreich

17. Juli 2018Allgemein, Veranstaltungen

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

Lesung deutscher Text: Sabine Kolmar, Moderation: Stephanie Krawehl
Lesung am 8. September 2018 um 20 Uhr, Eintritt € 14,00

Mfreda und Mfred – das Literatur-Duo im Lesesaal-Schaufenster

3. Juli 2018Allgemein

Diese illustre Paar wird Ihnen in Zukunft regelmäßig neue Titel im Schaufenster vorstellen. Dieses Mal hat sich Mfreda für das neue Buch von David Szalay „Was ein Mann ist“, erschienen bei Hanser, entschieden. Mit einzigartiger Raffinesse und Ironie dringt Szalay, der neue Star der britischen Literatur, mit seinem Roman in die wenig erkundete Psyche des modernen Mannes und das findet Mfreda spannend.

Mfred möchte einen seiner Lieblingsautoren bzw. -illustratoren, Edward Gorey, vorstellen. Im Diogenes Verlag ist die großartige „The Lugubrious Library“ von ihm erschienen.  Lange Zeit vergriffen, versammelt der Schuber die zehn schönsten Bildergeschichten von Edward Gorey in einer bibliophilen Geschenkbox: im akribischen Federstrich festgehaltene Geschichten, die auf verfallenden Landsitzen, in bizarren Parks und düsteren Landschaften spielen und von kauzigen Menschen und anderen bizarren Wesen bevölkert werden – auf jeden Fall zu entdecken!

Sitzbank in der Kinderbuchabteilung

29. Juni 2018Allgemein

Jetzt hat auch die Kinderbuchabteilung eine Sitzbank – wie die Großen im Café! Der Alpaka auf dem Turnbeutel des Kleinen Gestalten Verlags wartet schon sehnsüchtig auf Euren Besuch!

George-Arthur Goldschmidt in der heutigen FAZ

20. Juni 2018Allgemein

Heute schreibt George-Arthur Goldschmidt in der FAZ einen kurzen Artikel –

„Es kann nicht sein – wie ich die Lage in Deutschandland sehe […] Der Nationalismus stürzt Deutschland und Europa unvermeidlich in einen Abgrund, aus dem es diesmal kein Herauskommen mehr geben würde.“

Der Schriftsteller, Übersetzer und Linguist George-Arthur Goldschmidt wurde 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und musste Deutschland als zehnjähriger „Nichtarier“ verlassen und ist in Frankreich aufgewachsen und Franzose geworden.