• Am 19. Juni 2019 um 19:30 stellt Corinna Below ihr Buch „Ein Stück Deutschland“ vor

     

    „Wir können doch nichts dafür. Deutsch ist und bleibt unsere Muttersprache.“
    In San Miguel, einem Ort nördlich von Buenos Aires, steht das Hogar Adolfo Hirsch, das Altenheim der Deutsch sprechenden Juden Argentiniens. Ungefähr 170 alte Menschen leben hier, inmitten eines großzügigen blühenden Parkgeländes. Alle sind Einwanderer der ersten Generation. Sie sind in Deutschland, Österreich oder Ungarn geboren und ihre Lebensgeschichten sind bis heute eng mit Deutschland verknüpft, mit dem Deutschland der Nazizeit.
    Wir haben 49 von ihnen besucht, um mehr über ihr Leben zu erfahren. Einige haben wir in ihren Zimmern aufgesucht, andere im Park getroffen oder in der Stadt. Hier erzählen 49 Männer und Frauen von ihrer Emigrationsgeschichte, ihrem Verhältnis zu Argentinien und ob sie je darüber nachgedacht haben, wieder in Deutschland zu leben.

    Moderation: Stephanie Krawehl, Eintritt € 5,00 – geht ans Projekt

  • Vorgestellte Titel von „Vorgelesen bekommen“ am 4. Juni 2019

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    Jochen Schmidt „Ein Auftrag für Otto Kwant“, C.H. Beck Verlag 2019, 344 Seiten, € 23,00, www.beck.de

    Remigiusz Mróz „Die kalten Sekunden“, übersetzt von Marlena Breuer und Jakob Walosczyk (poln. „Nieodnaleziona“, 2017), Rowohlt Verlag 2019, 382 Seiten, € 9,99, www.rowohlt.de

    Mona Hoevring „Was helfen könnte“, übersetzt von Ebba D. Drolshagen (nor. „Noe som hjelper“, 2004), Edition Fünf 2019, 144 Seiten, € 19,00, www.editionfuenf.de

    José Eduardo Agualusa „Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer“, übersetzt von Michael Kegler (port. „A Sociedade dos Sonhadores Involuntários“, 2017), C.H. Beck Verlag 2019, 304 Seiten, € 22,00, www.beck.de

    Helene Bukowski „Milchzähne“, Blumenbar Verlag 2019, 222 Seiten, € 20,00, www.aufbau-verlag.de

    Willy Vlautin „Ein feiner Typ“, übersetzt von Nikolaus Hansen, (engl. „Don’t skip out on me“, 2018), Berlin Verlag 2019, 332 Seiten, € 24,00, www.piper.de

    Jakuta Alikavazovic „Das Fortschreiten der Nacht“, übersetzt von Sabine Mehnert (frz. „L’avancée de la nuit“, 2017), Edition Nautilus 2019, 256 Seiten, € 22,00, www.edition-nautilus.de

    Giulia Becker „Das Leben ist eins der Härtesten“, Rowohlt Verlag 2019, 221 Seiten, € 20,00, www.rowohlt.de 

    Das war die letzte Veranstaltung „Vorgelesen bekommen“ vor der Sommerpause – wir freuen uns sehr, Euch wieder am Dienstag, den 3. September um 19:30 mit acht bemerkenswerten Neuerscheinungen begrüßen zu können. Bis dahin wünschen wir allen VIEL SONNE! Auch im Herzen!

    Wer nicht ohne uns auskommt – was wir verstehen können: im Juli sind wir mit Café zwischen 12 und 18 Uhr durchgehend geöffnet! Im August dann wieder von 10 bis 19 Uhr.

     

  • Am 13. Juni um 19:30 kommt Katharina Mevissen in den Lesesaal

    Katharina Mevissen stellt ihren Debütroman „Ich kann dich hören“ aus dem Wagenbach Verlag im Lesesaal vor. Der Roman erzählt von einem jungen Mann, dem Augen und Ohren geöffnet werden, und von einer Frau, die in der Stille lebt. Es geht um Vater-, Mutter- und Gebärdensprache und um die berührende Kraft von Musik. Ungewöhnliche Themen, eindringliche Bilder. Osman spielt. Er soll es regnen lassen, doch seine Musik lässt sich nicht erweichen. Und daran ist sein Vater nicht allein schuld. Sehr vieles gerät erst in Bewegung, als er hört, was nicht für seine Ohren bestimmt war. Ein schalldichter Raum. Draußen die Großstadt. Osman Engels übt Cello. In seiner Welt ersetzt Musik schon lange die Worte. Er kann selbst nicht gut zuhören, nichts festhalten, ohne Kontaktlinsen auch schlecht sehen. Als er ein zufällig gefundenes Aufnahmegerät abhört, wird er zum Ohrenzeugen einer Beziehung, die auf ganz andere Art laut ist. Seine Mitbewohnerin Luise lernt derweil im Nebenzimmer für ihre Prüfung, manchmal rauchen sie gemeinsam am offenen Fenster. Sie verstehen sich, ohne sich richtig anzufassen, denn auch mit der Liebe fangen sie gerade erst an. Als sein türkischer Vater, ebenfalls Musiker, sich das Handgelenk bricht und Tante Elide, seine Ziehmutter, nach fast zwanzig Jahren in Deutschland plötzlich nach Paris gehen will, ist Osman gezwungen, ein paar Dinge aufzuräumen, ein paar Fragen zu stellen. Moderation: Stephanie Krawehl. Eintritt € 10,00

     

  • Die Zeit vom 2. Mai 2019

    Artikel

  • Vorgestellte Titel von „Vorgelesen bekommen“ am 7. Mai 2019

    Harold Nebenzal „Café Berlin“, übersetzt von Gertraude Krueger (engl. „Café Berlin“, 1994), Kein und Aber Verlag 2019, 414 Seiten, € 14,00, www.keinundaber.ch

    Angela Lehner „Vater unser“, Hanser Verlag 2019, 284 Seiten, € 22,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Daniel Pennac „Der Fall Malaussène – Sie haben mich belogen“, übersetzt von Eveline Passet (frz. „Le cas Malaussène – Ils m’ont menti“, 2017), KiWi Verlag 2019, 304 Seiten, € 15,00, www.kiwi-verlag.de

    Niko Stoifberg „Dort“, Nagel & Kimche Verlag 2019, 280 Seiten, € 23,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Bettina Wohlfarth „Wagfalls Erbe“, Osburg Verlag 2019, 438 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Vincent Almendros „Ins Schwarze“, übersetzt von Till Bardoux, (frz. „Faire Mouche“, 2018 – auch im Lesesaal erhältlich), Wagenbach Verlag 2019, 115 Seiten, € 16,00, www.wagenbach.de

    Martin R. Dean „Warum wir zusammen sind“, Jung und Jung Verlag 2019, 355 Seiten, € 24,00, www.jungundjung.at

    Franz Wauschkuhn „Max & Consorten“, Osburg Verlag 2019, 415 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Wir freuen uns auf den nächsten Termin am 4. Juni 2019 um 19:30 im Lesesaal. Kommt gerne (wieder) vorbei! Im Juli und August findet keine Veranstaltung statt – Ihr müsst Euch bis zum 3. September gedulden. Das lohnt sich!

  • Es grünt so grün – grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung 😉

    „Zitrone“ von Bruno Ciccaglione ist nur einer der wundervollen Bände aus der Reihe mandelbaums kleine gourmandisen – wunderbare Geschenkidee! Wusstet Ihr, dass sich die Seeotter beim Schlafen aneinander festhalten? Damit sie nicht auseinandertreiben? Dies und vieles Spannende mehr findet Ihr in dem Band „Pinguine sind kitzelig – Verblüffendes aus der Tierwelt“ von Maja Säfström in der Übersetzung von Elvira Willems. Die „Gespräche mit Francis Bacon“ von Franck Maubert in der Übersetzung von Eva Moldenhauer zeigen uns auch Bacons morbide Seite.

    Der Liebeskind Verlag hat das „Lob der Lauheit“ von Philippe Garnier neu aufgelegt, in der Übersetzung von Elisabeth Edl. Erster Satz: „Die Lauheit lähmt jeden Versuch des Lobes.“ Zwischendurch noch ein kleines Mitbringsel aus Glasgow: „Phone Detox“ – bring sanity to your most intense technological relationship“ – bestellbar auch bei uns! In unserer Vorstellungsreihe „Frauen im Bauhaus“ heute das Buch von Ré Soupault „Bauhaus – die heroischen Jahre von Weimar“ in der Übersetzung von Beate Thill aus dem Verlag Das Wunderhorn. Rumänien – letztjähriges Gastland in Leipzig – findet man in den wunderbaren Geschichten „Wohnblockblues mit Hirtenflöte“, herausgegeben von Michaela Nowotnick und Florian Kühler-Wielach, erschienen bei Wagenbach, Berlin.

    Wir wünschen viel Freude beim Entdecken!

  • Der Lesesaal im NDR

  • Newsletter OKTOBER

    Was war das für ein wunderbarer September! Und jetzt sind wir schon im Oktober, dem so güldenen, im 6. Monat an der Stadthausbrücke und erfreuen uns gesteigerten Zuspruchs. Die Regale sind voll mit Großartigem – die Herbstnovitäten trudeln auch langsam ein.

    Acht Neuerscheinungen können Sie am Donnerstag, den 11. Oktober um 20 Uhr, kennenlernen, wenn wir Ihnen wieder zu viert anlässlich unserer zweiten Veranstaltung „Vorgelesen bekommen“ acht Bücher der etwas anderen Art vorstellen – Spannendes, Skuriles, Unterhaltsames und Nachdenkliches. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Der Eintritt kostet € 10,00.

    Seit Montag, dem 1. Oktober bis zum 20. Oktober, können Sie im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung anschauen: die 25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER der Stiftung Buchkunst, die als Wanderausstellung im Dreiwochentakt durch die Republik reist. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Es gibt einen sehr ausführlichen Katalog für € 20,00. Eintritt frei.

    Donnerstag, 25. Oktober um 20 Uhr – Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel präsentieren die „Stilübungen“ von Raymond Queneau

    Die „Stilübungen“ (Erstveröffentlichung 1947) von Raymond Queneau sind weltberühmt. Der Autor von „Zazie dans le métro“ beschreibt in diesem Buch einen jungen Mann mit Hut in einem Pariser Bus der Linie S, der einen älteren Herrn mit Hut beschimpft, sich dann auf einen freien Platz setzt und zwei Stunden später an der Gare Saint-Lazare wieder auftaucht, wo einer ihm sagt, sein Überzieher habe einen Knopf zu wenig. Die Stilübungen bilden das Kunststück, diese Alltagsepisode in über hundert Varianten zu präsentieren – ob als Komödie, Sonett, Haiku, Traum, Amtsschreiben oder Verhör, in Alexandrinern oder Jugendstil, ob kulinarisch, mengenmathematisch, lautmalerisch, weiblich oder reaktionär. Raymond Queneaus populärer Klassiker ist ein fintenreiches erkenntnistheoretisches Sprachspiel und ein überbordendes Lesevergnügen. Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel haben für diese ihre Übersetzung den Straelener Übersetzerpreis 2017 der Kunststiftung NRW bekommen. Eintritt € 14,00 – melden Sie sich gerne an.

    Schöne Aussichten für den November: 1. November: James Baldwin-Abend mit Miriam Mandelkow, 8. November: Hugo Boris mit „Die Polizisten“, 15. November: „Vorgelesen bekommen“, 16. November: Volker Hage mit „Des Lebens fünfter Akt“ und am 29. November: Najem Wali mit „Saras Stunde“.

  • Newsletter August 2018

    Liebe Interessierte,

    wir behalten auch bei dieser Wärme einen kühlen Kopf – kommen Sie zu uns in den Lesesaal und überzeugen Sie sich selbst! Bei angenehmer Temperatur lässt es sich genüsslich stöbern.

    In knapp einem Monat findet die 5. Lange Nacht der Literatur statt – wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, wird an diesem Abend im Lesesaal zeitgenössische georgische Literatur vorgestellt – Herausgeberin Rachel Gratzfeld liest aus ihrer Anthologie „Bittere Bonbons“, erschienen bei der Edition Fünf. Am 1. September um 20 Uhr können Sie sich bequem zurücklehnen und den interessanten einfühlsamen Geschichten lauschen. Tickets im Lesesaal – um Anmeldung wird gebeten. Eintritt € 10,00.

    Eine Woche später, am 8. September um 20 Uhr, kommt der französische Journalist und Autor Olivier Guez in den Lesesaal. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns seinen neuen Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“, erschienen bei Aufbau, vorstellen wird – ein Tatsachenroman der besonderen Art. Alt-Nazis, Agenten des Mossads, habgierige Frauen und divenhafte Dikatoren kommen und gehen in einer vom Fanatismus, Realpolitik, Geld und Ambitionen korrumpierten Welt. Melden Sie sich gerne an – die Veranstaltung ist frz./dt. Eintritt € 14,00.

    Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen! Am 13. September starten wir mit unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen. Eintritt € 10,00 – um Anmeldung wird gebeten.

    Am 17. und 19. September haben wir das Harbourfront Literaturfestival zu Gast: am 17.9. kommen Guntram Vesper und Michael Krüger – wenn die beiden großen Poeten und Peter-Huchel-Preisträger miteinander Gedichte lesen, werden sie sich zweifellos auch an das ein oder andere Vergangene erinnern. Am 19.9. kommen Jörg Schröder und Barbara Kalender mit „Siegfried“ – DAS Skandalbuch über den deutschen Literaturbetrieb. Tickets bekommen Sie über das Harbourfront Literaturfestival.

    Wir freuen uns sehr, dass wir am Donnerstag, den 27. September, Deborah Feldman im Lesesaal begrüßen können. An diesem Abend stellt die Autorin ihr zweites Buch „Überbitten“ vor. Nach „Unorthodox“ beschreibt Deborah Feldman in „Überbitten“ (in einer gelungenen Übersetzung von Christian Ruzicska) die Jahre nach ihrem Ausstieg aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde und wie sie in ihrer neuen Heimat Berlin ankommt. Eintritt € 14,00, Tickets im Lesesaal erhältlich. KEINE ABENDKASSE!

    Weitere Lesungen in Steno: 25. Oktober – „Stilübungen“ von Raymond Queneau mit Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, 1. November – ein James Baldwin-Abend mit Übersetzerin Miriam Mandelkow,  –  8. November – „Die Polizisten“ von Hugo Boris und am 13. Dezember – ein Edward Gorey-Abend mit dem Verleger Axel von Ernst vom Liebeskind Verlag.

    Im Oktober, vom 1. bis zum 20. Oktober, werden wir hier im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung zeigen: die
    25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER von der Stiftung Buchkunst. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Falls Sie sich schon vorher informieren möchten: www.stiftung-buchkunst.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Eintritt frei.

    Sie merken, dass dieses Mal der Newsletter ein wenig aus den Nähten platzt – wir sind angesichts der wunderbaren Veranstaltungen davon überzeugt, dass Sie es uns nachsehen!

    Bleiben Sie uns wohlgesonnen,

    herzlich von der Stadthausbrücke,

    Stephanie Krawehl & Wolf Gierens

  • Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

    Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!