Aktuelles aus dem Lesesaal

  • BLOG no 32 von Roma Maria Mukherjee

    #BlackHistoryMonth – Der Februar und ein besonderes Anliegen

    Der Februar 2021 nähert sich dem Ende und wir möchten uns einem wichtigen Thema widmen: Was uns am Herzen liegt.

    Gleichberechtigung, Diversität, Literatur verschiedener Kontinente und besonders Literatur von afro-amerikanischen und afrikanischen Autor:innen beschäftigen die Lesesaal Buchhandlung seit ihrer Eröffnung am 1. Februar 2011.

    Der Monat Februar ist der „Black History Month“, der insbesondere in Kanada und den USA seit vielen Jahren begangen wird, inzwischen auch in Europa zunehmend Verbreitung findet. Zur Gründungszeit des #BlackHistoryMonth gab es über die Geschichte und die kulturellen Traditionen der Schwarzen kaum Darstellungen in Geschichtsbüchern und wenn, dann waren  oder die Beschreibungen abwertend. Gleichwohl ist auch 2021 der Weg noch weit. Rassismus, Diskriminierung und Marginalisierung der Schwarzen finden weiterhin weltweit statt.

       

    Die Bewegung #BlackLivesMatter gelangte im Jahr 2020 durch den Tod von George Floyd zu trauriger Popularität und führte zu Massenprotesten gegen rassistische Polizeigewalt. Die Bewegung selbst wurde bereits 2013 gegründet. Medial wurde vor 2020 in Deutschland nur verhältnismäßig wenig unter diesem Hashtag verbreitet. 

           

    Kehren wir wieder zum ersten Abschnitt zurück: Was uns am Herzen liegt. Als Buchhandlung spielen bei uns Bücher die Hauptrolle. Das Thema Rassismus, Diskriminierung der Schwarzen und wie die Gesellschaft mit diesen Themen umgeht, versuchen wir im Sachbuchbereich gut abzudecken. Wir halten dies für eins der zentralen Zeitthemen. Speziell in Europa werden diese Themen oft von weißen Autor:innen und Wissenschaftler:innen in den Blick genommen – ebenso wie die Literatur herausragender Autor:innen aus Afrika und Amerika, die „nicht-weiß“ sind.

           

    Die Lesesaal Buchhandlung an der Stadthausbrücke ist keine Fachbuchhandlung – im Fokus steht die Belletristik kleiner, unabhängiger Verlage und englischsprachige Bücher. Seit 2011 ist deshalb die Auswahl der Bücher das Wichtigste. Uns geht es u.a. darum, die Literatur der schwarzen Autor:innen zu verfolgen, zu lesen, weiterzuempfehlen und auch in Veranstaltungen immer wieder zu präsentieren. Mit Lubi Barre (sie ist Mitglied unserer Reihe „Vorgelesen bekommen“) haben wir jemanden, der explizit Werke afrikanischer Schriftstellerinnen in den Mittelpunkt stellt und in englischer Sprache einordnet und vorliest.

       

    Das Thema #BlackLivesMatter begleitet uns seit 10 Jahren, die Themen „Black History“, „Black Literature“, „Rassismus“ und „Kampf gegen Rassismus“ gehören bei uns zum Alltag. Wir möchten diese Themen weder auf einen Monat oder einen Hashtag reduzieren oder ein einzelnes Schaufenster. Wir möchten diese Themen weiterhin als natürlichen Anteil unserer täglichen Arbeit berücksichtigen. Bei uns findet ihr das ganze Jahr über die Literatur afrikanischer Autor:innen in deutscher und englischer Sprache im Regal, im Schaufenster und in den sozialen Medien. Weil sie einfach gut ist. Weil sie uns interessiert. Weil wir sie euch empfehlen möchten. Damit sie euch am Herzen liegt – das ganze Jahr über.

    Wir zeigen euch begleitend zum Thema heute einige Cover von Büchern, die wir zu diesem Blogbeitrag empfehlen möchten – natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt. Wir freuen uns, wenn ihr uns schreibt, ob ihr einige Titel davon schon kennt oder welches Buch euch davon besonders berührt hat.

    Roma Maria Mukherjee

    roma.mukherjee@lesesaal-hamburg.de

  • Artikel über den Lesesaal aus DELUXE Magazin 07-2020

    dekorativ

  • English books – recommended by Mr. MINGO

    „Mailman“ by J. Robert Lennon published in 2003 – „A phantasmagoria of American paranoia and self-loathing in the person of a deranged but somehow good-hearted middle-aged mail carrier in steep decline, the book hums with a kind of chipper angst,“ writes Jonathan Lethem in the Los Angeles Times Book Review. „Washington Black“ by Canadian writer Esi Edugyan, published in 2018. The story follows the early life of George Washington „Wash“ Black, chronicling his escape from slavery and his subsequent adventures. For distraction – „642 tiny things to draw“. Draw teeny-tiny things in this teeny-tiny book! Have a wonderful weekend!

  • Vorgestellte Titel von „Vorgelesen bekommen“ am 7. Mai 2019

    Harold Nebenzal „Café Berlin“, übersetzt von Gertraude Krueger (engl. „Café Berlin“, 1994), Kein und Aber Verlag 2019, 414 Seiten, € 14,00, www.keinundaber.ch

    Angela Lehner „Vater unser“, Hanser Verlag 2019, 284 Seiten, € 22,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Daniel Pennac „Der Fall Malaussène – Sie haben mich belogen“, übersetzt von Eveline Passet (frz. „Le cas Malaussène – Ils m’ont menti“, 2017), KiWi Verlag 2019, 304 Seiten, € 15,00, www.kiwi-verlag.de

    Niko Stoifberg „Dort“, Nagel & Kimche Verlag 2019, 280 Seiten, € 23,00, www.hanser-literaturverlage.de

    Bettina Wohlfarth „Wagfalls Erbe“, Osburg Verlag 2019, 438 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Vincent Almendros „Ins Schwarze“, übersetzt von Till Bardoux, (frz. „Faire Mouche“, 2018 – auch im Lesesaal erhältlich), Wagenbach Verlag 2019, 115 Seiten, € 16,00, www.wagenbach.de

    Martin R. Dean „Warum wir zusammen sind“, Jung und Jung Verlag 2019, 355 Seiten, € 24,00, www.jungundjung.at

    Franz Wauschkuhn „Max & Consorten“, Osburg Verlag 2019, 415 Seiten, € 22,00, www.osburgverlag.de

    Wir freuen uns auf den nächsten Termin am 4. Juni 2019 um 19:30 im Lesesaal. Kommt gerne (wieder) vorbei! Im Juli und August findet keine Veranstaltung statt – Ihr müsst Euch bis zum 3. September gedulden. Das lohnt sich!

  • Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

    Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!

  • Mfreda und Mfred – das Literatur-Duo im Lesesaal-Schaufenster

    Diese illustre Paar wird Ihnen in Zukunft regelmäßig neue Titel im Schaufenster vorstellen. Dieses Mal hat sich Mfreda für das neue Buch von David Szalay „Was ein Mann ist“, erschienen bei Hanser, entschieden. Mit einzigartiger Raffinesse und Ironie dringt Szalay, der neue Star der britischen Literatur, mit seinem Roman in die wenig erkundete Psyche des modernen Mannes und das findet Mfreda spannend.

    Mfred möchte einen seiner Lieblingsautoren bzw. -illustratoren, Edward Gorey, vorstellen. Im Diogenes Verlag ist die großartige „The Lugubrious Library“ von ihm erschienen.  Lange Zeit vergriffen, versammelt der Schuber die zehn schönsten Bildergeschichten von Edward Gorey in einer bibliophilen Geschenkbox: im akribischen Federstrich festgehaltene Geschichten, die auf verfallenden Landsitzen, in bizarren Parks und düsteren Landschaften spielen und von kauzigen Menschen und anderen bizarren Wesen bevölkert werden – auf jeden Fall zu entdecken!

  • Sitzbank in der Kinderbuchabteilung

    Jetzt hat auch die Kinderbuchabteilung eine Sitzbank – wie die Großen im Café! Der Alpaka auf dem Turnbeutel des Kleinen Gestalten Verlags wartet schon sehnsüchtig auf Euren Besuch!

  • George-Arthur Goldschmidt in der heutigen FAZ

    Heute schreibt George-Arthur Goldschmidt in der FAZ einen kurzen Artikel –

    „Es kann nicht sein – wie ich die Lage in Deutschandland sehe […] Der Nationalismus stürzt Deutschland und Europa unvermeidlich in einen Abgrund, aus dem es diesmal kein Herauskommen mehr geben würde.“

    Der Schriftsteller, Übersetzer und Linguist George-Arthur Goldschmidt wurde 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren und musste Deutschland als zehnjähriger „Nichtarier“ verlassen und ist in Frankreich aufgewachsen und Franzose geworden.

  • Heute im Deutschlandfunk Kultur

    Heute hat der Lesesaal drei Buchtitel in „LesArt“ auf Deutschlandfunk Kultur empfohlen: Hört mal rein!

     

    Hanno Millesi „Die vier Weltteile“, Edition Atelier 2018, 149 Seiten, € 18,00

    Aka Morchiladze „Reise nach Karabach“, Weidle Verlag 2018, 172 Seiten, € 20,00

    Lena Berggren/Kalle Johansson „Was ist eigentlich Faschismus?“, Jacoby & Stuart Verlag 2018, 61 Seiten, € 12,00, ab 12

     

  • Nun ist er an der Stadthausbrücke angekommen.

    Nach den letzten Zügen der Vorbereitungen hat der Lesesaal nun an der Stadthausbrücke eröffnet. Juhuuuu! Mit dem bekannten Sortiment: Belletristik, Lyrik, Interessantem, Krimis, Graphic Novels, Kochbücher und natürlich einer großen Abteilung an schönsten Kinderbüchern, vornehmlich von unabhängigen Verlagen. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie die Vielfalt ausgewählter Literatur!

    Dazu können Sie ab sofort auch den phantastischen Café von Mr. Hoban’s und diverse Leckereien von Die Pâtisserie aus Ottensen genießen. Dazu einen der tollen Säfte von „Das Geld hängt an den Bäumen“.

    Unsere kleine Eröffnungsfeier wurde mit einer wie immer großartigen Lesung von Inga Busch begleitet, die aus dem Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler gelesen hat. Umrahmt wurde die Lesung von Stücken von Johann Sebastian Bach, gespielt vom großartigen Violonisten Nathan Kirzon.

    (Photo: Jonas Wresch)