VORGELESEN BEKOMMEN AM 13. SEPTEMBER 2018

22. September 2018Vorgelesen Bekommen

Alexander Münninghoff „Der Stammhalter“, C.H. Beck 2018, 334 Seiten, € 19,95, www.chbeck.de

Delphine de Vigan „Loyalitäten“, übersetzt von Doris Heinemann, (frz. „Les Loyautés“, 2018), Dumont 2018, 173 Seiten, € 20,00, www.dumont-buchverlag.de

Vladimir Vertlib „Viktor hilft“, Zsolnay Verlag 2018, 286 Seiten, € 23,00, www.hanser-literaturverlage.de

Christina Dalcher „Vox“, übersetzt von Susanne Aeckerle und Marion Balkenhol, (engl. „Vox“, 2018), S. Fischer Verlag 2018, 395 Seiten, € 20,00, www.fischerverlage.de

Ayòbámi Adébáyò „Bleib bei mir“, übersetzt von Maria Hummitzsch, (engl. „Stay With Me“, 2017), Piper Verlag 2018, 350 Seiten, € 22,00, www.piper.de

Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“, Aufbau Verlag 2018, 192 Seiten, € 18,00, www.aufbau-verlag.de

Thommie Bayer „Das innere Ausland“, Piper Verlag 2018, 172 Seiten, € 20,00, www.piper.de

Dennis Lehane „Der Abgrund in dir“, übersetzt von Steffen Jacobs und Peter Torberg, (engl. „Since We Fell“, 2017), Diogenes 2018, 528 Seiten, € 25,00, www.diogenes.ch

 

FÄLLT AUS – Deborah Feldman kommt am 27. September um 20 Uhr

30. August 2018Veranstaltungen

Deborah Feldman liest aus „Überbitten“ und aus ihrem noch nicht veröffentlichten Buch „Ent-innerung“

Kurz nach ihrem 23. Geburtstag verlässt Deborah Feldman die ultraorthodoxe chassidische Gemeinde der Satmarer Juden in Williamsburg, New York, und damit das Leben, das sie in Unorthodox ebenso packend wie anschaulich beschrieben hat. Eine Möglichkeit zurückzukehren gibt es für sie nicht. Sie folgt allein ihrem Traum, gemeinsam mit ihrem Sohn ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen.
Ihr Alltag wird aber zum Überlebenskampf, und trotz existentiell bedrohlicher Armut und andauernder Einsamkeit gelingt ihr das Unvorstellbare: Mit der Publikation ihres Bestsellers Unorthodox 2012 wird sie über Nacht zum Medien-Star.

Als sie zum ersten Mal nach Europa reist, ist sie noch hin- und hergerissen zwischen Ängsten, Vorurteilen und Zweifeln und dem ersten Gefühl eines Ankommens, wird sie schließlich in Berlin in genau jenem Land Wurzeln schlagen, das sie bei den Satmarer Chassidim als das Übel schlechthin kennengelernt hatte.
Bildstark und eindringlich erzählt Deborah Feldman diese Geschichte, in der die äußeren Stationen zugleich eine innere Entwicklung spiegeln. Sie ist das Zeugnis einer Frau, der es nach langem, erkenntnisreichem Weg gelungen ist, ihren Traum zu verwirklichen. Mit Überbitten stellt sie sich in einer verblüffend aktuellen Weise in die Tradition der Aufklärung des europäischen jüdischen Humanismus.
Dieses Buch ist ein faszinierendes Dokument der Versöhnung. Deborah Feldman schreibt dazu: »Der Begriff Iberbetn war in unserer Gemeinschaft so geprägt, dass er zu einem allgemeinen Ausdruck für unwahrscheinliche Eintracht wurde.«

Eintritt € 14,00 – um Anmeldung wird gebeten – KEINE ABENDKASSE

Harbourfront Literaturfestival präsentiert im Lesesaal – Guntram Vesper und Michael Krüger

30. August 2018Allgemein, Veranstaltungen

Am 17. September um 20 Uhr sind mit Guntram Vesper und Michael Krüger zwei Poeten im Gespräch

„Tieflandsbucht“ versammelt erstmals die Gedichte von Guntram Vesper seit den 50er-Jahren. Ein einzigartiges, beeindruckendes lyrisches Werk, das souverän neben dem großen und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Roman „Frohburg“ und der gesammelten Prosa „Nördlich der Liebe und südlich des Hasses“ steht. Das Nachwort zu Vespers Gedichtband, aus dem der Autor hier erstmals liest, hat sein langjähriger Verleger und Lektor Michael Krüger geschrieben.
„Einmal einfach“ heißt der neue Gedichtband eben jenes Verlegers, Autors, Herausgebers und Lyrikers Michael Krüger. Die Gedichte – weit entfernt und ganz nah – sprechen mit vertrauter Stimme. Es sind Wortmeldungen von unterwegs, von einer Reise ins Offene.
Wenn die beiden großen Poeten und Peter-Huchel-Preisträger miteinander Gedichte lesen, werden sie sich zweifellos auch an das ein oder andere Vergangene erinnern.

https://harbourfront-hamburg.com/tickets

Harbourfront Literaturfestival präsentiert eine Buchpremiere im Lesesaal – „Siegfried“ von Jörg Schröder

30. August 2018Veranstaltungen

Am 19. September um 20 Uhr findet im Lesesaal die zweite Lesung im Rahmen des Harbourfront Literaturfestivals statt.

Es ist 1972, Jörg Schröder liegt mit einer Knochenhautentzündung im Bett und diktiert dem Schriftsteller Ernst Herhaus. Der schreibt Schröders Geschichte auf und gemeinsam veröffentlichen sie das Skandalbuch über den deutschen Literaturbetrieb: „Siegfried“. Der Rest ist Geschichte. Der SPIEGEL schrieb: „Ein Selbstbekenntnis, ein Stück Entblößungsliteratur, wie man es so rücksichtslos von deutschen Literaten bislang nicht gewohnt war.“ In der FAZ urteilte man: „Ein Buch, das zum Erschütterndsten gehört, das in deutscher Sprache zu lesen ist.“
Zum 80. Geburtstag von Jörg Schröder erscheint die finale Ausgabe des Buches, von Barbara Kalender mit einem umfassenden bebilderten Anhang ausgestattet, der Leben und Werk des „Enfant terrible der deutschen Verlagsszene“ bis in die heutigen Tage erzählt.
Jörg Sundermeier, der Verleger des Verbrecher Verlages, befragt Jörg Schröder und Barbara Kalender.
Die Buchpremiere bei Harbour Front!

https://harbourfront-hamburg.com/tickets

 

Photos: Malte Ludwigs

GEORGIEN – Gastland auf der Frankfurter Buchmesse – am 1. September bei der 5. Langen Nacht der Literatur im Lesesaal

10. August 2018Veranstaltungen

RACHEL GRATZFELD stellt ihre Anthologie „BITTERE BONBONS – Georgische Geschichten“ vor, erschienen in der Edition Fünf, 256 S., € 22,00

Nach siebzig Jahren als Teil der Sowjetunion, nach Bürgerkriegsjahren, Unabhängigkeitskampf und Krieg mit Russland wächst in Georgien heute eine neue Generation heran, die auch in der Literatur neue Töne anschlägt. Dreizehn junge Autorinnen nehmen uns mit auf eine Reise durch Georgien und geben uns Einblicke in ihr Land und seine Geschichte. Dabei changieren die Erzählungen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, Wirklichkeit und Traumwelt, Stadt und Land, Gegenwart und Vergangenheit. Alle Autorinnen sind nach 1968 geboren. Sie umkreisen Aspekte des heutigen Lebens: Geschlechterbeziehungen, Sexualität, Familie, Selbstverwirklichung und Migration – und zeichnen damit ein facettenreiches Porträt ihres Landes. Rachel Gratzfeld hat hier eine vielschichtige Anthologie junger Autorinnen des diesjährigen Gastlandes in Frankfurt herausgegeben und auch das Nachwort verfasst. Moderation: Stephanie Krawehl. Beginn 20 Uhr, Eintritt € 10,00.

Newsletter August 2018

6. August 2018Allgemein

Liebe Interessierte,

wir behalten auch bei dieser Wärme einen kühlen Kopf – kommen Sie zu uns in den Lesesaal und überzeugen Sie sich selbst! Bei angenehmer Temperatur lässt es sich genüsslich stöbern.

In knapp einem Monat findet die 5. Lange Nacht der Literatur statt – wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, wird an diesem Abend im Lesesaal zeitgenössische georgische Literatur vorgestellt – Herausgeberin Rachel Gratzfeld liest aus ihrer Anthologie „Bittere Bonbons“, erschienen bei der Edition Fünf. Am 1. September um 20 Uhr können Sie sich bequem zurücklehnen und den interessanten einfühlsamen Geschichten lauschen. Tickets im Lesesaal – um Anmeldung wird gebeten. Eintritt € 10,00.

Eine Woche später, am 8. September um 20 Uhr, kommt der französische Journalist und Autor Olivier Guez in den Lesesaal. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns seinen neuen Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“, erschienen bei Aufbau, vorstellen wird – ein Tatsachenroman der besonderen Art. Alt-Nazis, Agenten des Mossads, habgierige Frauen und divenhafte Dikatoren kommen und gehen in einer vom Fanatismus, Realpolitik, Geld und Ambitionen korrumpierten Welt. Melden Sie sich gerne an – die Veranstaltung ist frz./dt. Eintritt € 14,00.

Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen! Am 13. September starten wir mit unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen. Eintritt € 10,00 – um Anmeldung wird gebeten.

Am 17. und 19. September haben wir das Harbourfront Literaturfestival zu Gast: am 17.9. kommen Guntram Vesper und Michael Krüger – wenn die beiden großen Poeten und Peter-Huchel-Preisträger miteinander Gedichte lesen, werden sie sich zweifellos auch an das ein oder andere Vergangene erinnern. Am 19.9. kommen Jörg Schröder und Barbara Kalender mit „Siegfried“ – DAS Skandalbuch über den deutschen Literaturbetrieb. Tickets bekommen Sie über das Harbourfront Literaturfestival.

Wir freuen uns sehr, dass wir am Donnerstag, den 27. September, Deborah Feldman im Lesesaal begrüßen können. An diesem Abend stellt die Autorin ihr zweites Buch „Überbitten“ vor. Nach „Unorthodox“ beschreibt Deborah Feldman in „Überbitten“ (in einer gelungenen Übersetzung von Christian Ruzicska) die Jahre nach ihrem Ausstieg aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde und wie sie in ihrer neuen Heimat Berlin ankommt. Eintritt € 14,00, Tickets im Lesesaal erhältlich. KEINE ABENDKASSE!

Weitere Lesungen in Steno: 25. Oktober – „Stilübungen“ von Raymond Queneau mit Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel, 1. November – ein James Baldwin-Abend mit Übersetzerin Miriam Mandelkow,  –  8. November – „Die Polizisten“ von Hugo Boris und am 13. Dezember – ein Edward Gorey-Abend mit dem Verleger Axel von Ernst vom Liebeskind Verlag.

Im Oktober, vom 1. bis zum 20. Oktober, werden wir hier im Lesesaal eine ganz besondere Ausstellung zeigen: die
25 SCHÖNSTEN DEUTSCHEN BÜCHER von der Stiftung Buchkunst. Mehrstufige Expertenjurys wählten in einem aufwändigen Verfahren die 25 »Schönsten Deutschen Bücher« und drei »Förderpreise für junge Buchgestaltung« aus. Falls Sie sich schon vorher informieren möchten: www.stiftung-buchkunst.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Eintritt frei.

Sie merken, dass dieses Mal der Newsletter ein wenig aus den Nähten platzt – wir sind angesichts der wunderbaren Veranstaltungen davon überzeugt, dass Sie es uns nachsehen!

Bleiben Sie uns wohlgesonnen,

herzlich von der Stadthausbrücke,

Stephanie Krawehl & Wolf Gierens

Neue Termine unserer Veranstaltungsreihe „Vorgelesen bekommen“

1. August 2018Vorgelesen Bekommen

Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und spitzen die Ohren – im Lesesaal wird wieder vorgelesen!

“Vorgelesen bekommen” geht am 13. September in den neuen Räumen an der Stadthausbrücke in eine neue Runde, die 14. inzwischen. Wir haben schon sage und schreibe 416 Titel vorgestellt. Zu viert stellen wir acht literarische Neuerscheinungen vor. Seien Sie gespannt, welche Geschichten Sie erwarten und welchen Charakteren Sie begegnen werden. Und vielleicht entdecken Sie sogar Ihr zukünftiges Lieblingsbuch. Nach vier Büchern können Sie sich während einer kleinen Pause im Café mit einem Getränk versorgen und sich über das Gehörte mit anderen austauschen.

Die Termine lauten: 13.09., 11.10., 15.11. und 06.12. Um Anmeldung wird gebeten – Eintritt € 10,00

Neu im Lesesaal – neuer Trend – das gekühlte Buch

1. August 2018Allgemein

Heute haben wir auf der Karte der gekühlten Bücher die Biographie „Helen Hessel – die Frau, die Jules und Jim liebte“ von Marie-Francoise Peteuil, übersetzt von Patricia Klabousiczky, erschienen bei Schöffling. „Jules et Jim“, der Kultfilm aus den 60er Jahren, hat einen realen Hintergrund. Helen Hessel war die Frau in der Dreiecksbeziehung. Die Mutter des Diplomaten und Autors Stéphane Hessel hatte ein bewegtes, tabuloses Leben. Eine packende Biographie!

TEJU COLE – Vertraute Dinge, fremde Dinge – jetzt im Taschenbuch

18. Juli 2018Lese-Empfehlung

           Brillante Essays über Literatur, Kunst und Politik von Teju Cole, einem der wichtigsten jungen Intellektuellen der USA.

Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. „Vertraute Dinge, fremde Dinge“ offenbart den Reichtum von Teju Coles Interessen, hier findet er zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens.

Jetzt als Taschenbuch bei Suhrkamp erschienen, 416 Seiten, € 12,00

Auf den Spuren des Bösen – der Sensationsbestseller aus Frankreich

17. Juli 2018Allgemein, Veranstaltungen

„Das Verschwinden des Josef Mengele“ – der Tatsachenroman von Olivier Guez

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand. Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

Lesung deutscher Text: Sabine Kolmar, Moderation: Stephanie Krawehl
Lesung am 8. September 2018 um 20 Uhr, Eintritt € 14,00 – um Anmeldung wird gebeten