Portugal – Neues aus dem Westen

Lesung im Rahmen der Europawoche in Hamburg vom 2. bis 15. Mai

Zwei portugiesische Autoren, der Nobelpreiskandidat António Lobo Antunes (*1942) und der von ihm hoch gelobte Ricardo Adolfo (*1974), beleuchten die Gesellschaft des südwestlichsten Landes Europas in ihren Romanen mit kritischem Blick und auf stilistisch höchst eigenwillige Art und Weise.

Die Brücke von Lissabon nach Hamburg bauen an diesem Leseabend die Übersetzerinnen der beiden Autoren, Maralde Meyer-Minnemann und Barbara Mesquita. Die Moderation übernimmt Dr. Peter Koj, der Kulturreferent der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft Hamburg.

In Ich gehe wie ein Haus in Flammen von António Lobo Antunes (Luchterhand) kommen die Stimmen der Bewohner eines Lissabonner Hauses, darunter die eines aus Deutschland vor den Nazis nach Portugal geflüchteten jüdischen Geschwisterpaars, zu Wort und geben Einblick in die Bewusstseins- und Gefühlslage einer in der Vergangenheit verhafteten Gesellschaft, die sich mit der  Gegenwart schwertut.

In Maria von den abgesägten Gewehrläufen inszeniert Ricardo Adolfo (A1 Verlag) in einer Mischung aus modernem Brief- und Räuberroman die komisch-groteske Geschichte einer ins Prekariat abgestürzten jungen Frau aus der Lissabonner Vorstadt, die sich den sozialen Verwüstungen und Ungerechtigkeiten ihrer krisengeschüttelten Gesellschaft mit einer Schrotflinte entgegenzustellen beschließt.

Die Veranstaltung der Portugisisch-Hanseatischen Gesellschaft Hamburg findet in der Lesesaal Buchhandlung (Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg) statt. Der Eintritt beträgt 8 €. Eintrittskarten erhalten Sie im Lesesaal. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

(Photo: Jonas Wresch)