Die japanische Kaiserin Michiko wandelt auf poetischen Pfaden ( Herder Verlag € 28), während der Reclam Verlag eine große Haiku-Anthologie herausgebracht hat (€ 44).

„Nur eine kleine Maulbeere. Aber sie wog schwer“ enthält die schönsten Gedichte der japanischen Kaiserin Michiko. Diese edle Originalausgabe schlägt eine literarische Brücke zwischen Ost und West und bringt uns die jahrhundertealte Tradition der japanischen Waka-Dichtkunst näher.

Die 50 exklusiv ausgewählten Gedichte der Kaiserin sind in japanischer Kalligrafie mit deutscher Übersetzung gedruckt. Zu vielen Texten gibt es Kommentare und Anmerkungen, das Vorwort ist von Manuel Herder verfasst. Tauchen Sie mit diesem Gedichtband in die Welt des japanischen Kaiserhofs ein.

In deutsch-japanischer Zusammenarbeit ist eine Anthologie entstanden, wie es sie noch nie gegeben hat. Sie enthält gut 300 Haiku von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart – denn auch heute erfreuen sich Haiku in Japan großer Beliebtheit. Die älteren Haiku wurden von der in Deutschland lebenden Haiku-Dichterin und Übersetzerin Masami Ono-Feller in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Japanologen Eduard Klopfenstein ausgewählt, bei der Auswahl der rund 100 neueren haben Kaneko Tota und Kuroda Momoko mitgewirkt, beide Juroren von Haiku-Kolumnen überregionaler japanischer Zeitungen. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass zahlreiche Dichterinnen mit ihren Haiku vertreten sind. Eduard Klopfenstein hat die Haiku übersetzt und jedem einen kurzen Kommentar beigegeben.
Jedes Haiku wird mit dem Originaltext in japanischen Zeichen und in einer Umschrift in lateinischen Buchstaben wiedergegeben, darauf folgen Übersetzung und Kommentar. Ein umfangreicher Anhang stellt die Dichterinnen und Dichter vor.